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Kurze Antwort: Das Department of Economy and Tourism (DET, weiterhin oft DED genannt) vergibt in Dubai vier Lizenzfamilien – Handel, Dienstleistung, Industrie und Tourismus. Ihr Aktivitätscode entscheidet, in welche Familie Sie fallen, welche zusätzlichen Genehmigungen nötig sind und wie lange die Lizenzierung dauert. Ein falscher Code ist der häufigste und teuerste Fehler bei der Gründung.
Die Handelslizenz deckt Kauf, Verkauf, Import, Export und Vertrieb von Waren ab. General Trading ist die breitere und teurere Variante, mit der Sie viele nicht verwandte Warengruppen unter einem Code handeln dürfen.
Die Dienstleistungslizenz gilt für wissensbasierte Leistungen: Softwareentwicklung, Marketing- und Unternehmensberatung, Ingenieurwesen, Buchhaltung, Design und Schulung. Sie ist meist die günstigste Variante und wird am schnellsten ausgestellt, weil seltener externe Genehmigungen nötig sind.
Die Industrielizenz ist für Fertigung, Montage, Verarbeitung und Verpackung erforderlich. Genehmigungen von Kommune, Zivilschutz und Umweltbehörde gehören dazu, weshalb Zeitrahmen und Budget deutlich über den anderen Kategorien liegen.
Die Tourismuslizenz betrifft Reisebüros, Reiseveranstalter und Gastgewerbe. Sie verlangt die Freigabe der Tourismusbehörde und in manchen Unterkategorien zusätzlich eine Bankgarantie.
Das häufigste Missverständnis: Eine Beratungsgesellschaft beantragt eine Handelslizenz. Wer Wissen statt Waren verkauft, gehört unter eine Dienstleistungslizenz. Umgekehrt deckt eine Dienstleistungslizenz keinen Produktverkauf ab – die Diskrepanz fällt spätestens bei der ersten Rechnung auf.
DET beschreibt jede wirtschaftliche Tätigkeit mit einem standardisierten Code. Es gibt weit über tausend davon, und jeder Code ist einer Lizenzkategorie und gegebenenfalls einer externen Aufsichtsbehörde zugeordnet. Lebensmittelbezogene Tätigkeiten benötigen die Freigabe der Stadtverwaltung Dubai, Gesundheitsleistungen die der Dubai Health Authority, Immobilienvermittlung eine RERA-Registrierung und Finanzberatung die Zustimmung der zuständigen Regulierungsbehörde. Die Codewahl ist deshalb keine Formalie, sondern bestimmt Zeitplan und Budget.
Sie können mehrere Codes unter einer Lizenz führen, sofern sie zu kompatiblen Kategorien gehören. Die meisten Lizenzen tragen problemlos drei bis zehn Codes, wobei die Gebühr stufenweise steigt. Zwei wirklich unterschiedliche Geschäftsmodelle in eine Lizenz zu pressen, ist meist eine Scheinersparnis; eine zweite Gesellschaft ist sauberer und im Betrieb oft günstiger.
Beginnen Sie mit einer Liste der Rechnungspositionen, die Sie in den nächsten drei Jahren stellen wollen. Jede Position ist eine Tätigkeit, und jede Tätigkeit braucht einen Code. Teilen Sie die Liste anschließend in zwei Gruppen: heutige Erlöse und geplante Erlöse. Die erste Gruppe gehört ohne Diskussion auf die Lizenz. Die zweite prüfen Sie darauf, ob sie eine externe Genehmigung auslöst – ein regulierter Code kann die Lizenzausstellung um Wochen verzögern.
Die zweite Regel betrifft die Sprache Ihrer Kundenverträge. Konzerne und öffentliche Stellen erwarten, dass die eingekaufte Leistung ausdrücklich auf Ihrer Lizenz steht. Weicht der Vertragsgegenstand vom Lizenztext ab, stockt die Lieferantenfreigabe und damit die Zahlung. Wählen Sie Codes also nach kaufmännischer Realität, nicht nach dem günstigsten Eintrag der Preisliste.
| Geschäftsmodell | Lizenzfamilie | Mögliche Zusatzgenehmigung |
|---|---|---|
| Softwareentwicklung und IT-Beratung | Dienstleistung | In der Regel keine |
| Großhandel und Import | Handel | Zollcode, produktbezogene Freigaben |
| Café, Restaurant oder Lebensmittelhandel | Handel | Stadtverwaltung, Zivilschutz |
| Klinik oder ästhetische Behandlungen | Dienstleistung | Dubai Health Authority |
| Immobilienvermittlung | Handel | RERA-Registrierung und Broker-Karte |
| Reisebüro | Tourismus | Freigabe der Tourismusbehörde, Bankgarantie |
| Kleinserienfertigung und Verpackung | Industrie | Kommune, Umwelt, Zivilschutz |
Externe Genehmigungen werden fast immer gemeinsam mit der Adresse geprüft. Der Zivilschutz betrachtet die Brandschutztechnik des Gebäudes, die Stadtverwaltung prüft von der Küchenlüftung bis zur Abfallentsorgung. Gerade bei Lebensmitteln und Gesundheitsleistungen lohnt sich eine Vorabprüfung vor Vertragsunterzeichnung; sie verhindert teure Umbauten.
Die Namensregeln sind streng. Religiöse und politische Bezüge werden abgelehnt, ebenso Ländernamen und Bezeichnungen, die einer eingetragenen Marke zu ähnlich sind. Wird der Name eines Gesellschafters verwendet, muss er vollständig erscheinen, nicht als Initialen. Reservierungen gelten üblicherweise sechs Monate. Halten Sie drei Alternativen bereit, damit eine Ablehnung das Projekt nicht aufhält.
Hier werden Aktivitätscodes und Gesellschafterstruktur eingereicht. Die Erstgenehmigung ist die Erklärung des Staates, keine Einwände zu haben; sie ist noch keine Lizenz, öffnet aber die folgenden Schritte.
Je nach Code kommen Stadtverwaltung, Gesundheitsbehörde, Zivilschutz oder eine Branchenaufsicht ins Spiel. Dieser Abschnitt ist am schwersten planbar und dauert in regulierten Branchen zwei bis sechs Wochen.
Der Gesellschaftsvertrag wird notariell beurkundet, der im Ejari registrierte Mietvertrag hochgeladen. Die Adresse muss für die gewählte Tätigkeit zonenrechtlich zulässig sein.
Nach Zahlung der Gebühren wird die Handelslizenz elektronisch ausgestellt, gefolgt von Establishment Card, Arbeitsakte und Visa-Quote.
Der Gesellschaftsvertrag regelt mehr als Beteiligungsquoten: Auch Gewinnverteilung und Zeichnungsrechte werden dort festgelegt. Beteiligungsquote und Gewinnanteil dürfen abweichen, was für Gesellschaften mit Investoren wichtig ist. Die Bestellung eines General Managers ist Pflicht; diese Person steht namentlich auf der Lizenz. Eine präzise Abgrenzung seiner Befugnisse verhindert spätere Diskussionen mit Banken und Behörden. Juristische Personen dürfen Gesellschafter sein, müssen ihre Unterlagen jedoch apostilliert und beglaubigt ins Arabische übersetzt vorlegen – planen Sie dafür zwei bis drei zusätzliche Wochen ein.
Nach der Lizenzierung ist die Registrierung zur Körperschaftsteuer erforderlich, unabhängig davon, ob tatsächlich Steuer anfällt. Die Mehrwertsteuerregistrierung wird ab 375.000 AED steuerpflichtiger Umsätze verpflichtend, ab 187.500 AED ist sie freiwillig möglich. Hinzu kommen die Meldung wirtschaftlich Berechtigter, Aufbewahrungspflichten und je nach Branche Vorgaben zur Geldwäscheprävention. Den Gesamtrahmen erläutert unser Beitrag zu Steuersätzen und Steuersystem in Dubai.
Handelslizenzen werden jährlich verlängert, Voraussetzung ist ein gültiger Ejari-Vertrag. Verspätete Verlängerungen führen zu Strafgebühren und können Visaverfahren blockieren. Das Hinzufügen eines Aktivitätscodes, ein Gesellschafterwechsel oder eine Adressänderung erfordern jeweils einen eigenen Änderungsantrag, eine neu ausgestellte Lizenz und entsprechende Gebühren. Den Code von Anfang an richtig zu wählen ist immer günstiger als eine spätere Korrektur.
Eine Dienstleistungslizenz ohne externe Genehmigungen benötigt von der Namensreservierung bis zur Ausstellung meist ein bis zwei Wochen. Tätigkeiten mit Freigaben der Stadtverwaltung oder des Zivilschutzes können vier bis sechs Wochen dauern. Budgetseitig ist die Lizenzgebühr nur eine Position; Büro, Visa und Behördengebühren bestimmen die Summe. Die Details finden Sie in unserer Kostenaufstellung für Dubai Mainland, und wenn Sie die Struktur noch abwägen, hilft der Vergleich Mainland oder Freizone.
Vollständige Unterlagen verkürzen den Zeitplan spürbar. Für natürliche Personen werden in der Regel Passkopien mit mindestens sechs Monaten Restgültigkeit, ein aktuelles Foto vor neutralem Hintergrund sowie Einreisestempel oder Aufenthaltsvisum benötigt. Für juristische Gesellschafter kommen Handelsregisterauszug, Satzung, Gesellschafterbeschluss zur Gründung und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung hinzu – apostilliert und ins Arabische übersetzt.
Bereiten Sie zusätzlich eine einseitige Geschäftsbeschreibung vor. Behörden und Banken fragen danach, und eine einmal sauber formulierte Beschreibung erspart Ihnen die Wiederholung in fünf Formularen. Nennen Sie Zielkunden, Erlösmodell, erwarteten Jahresumsatz und die Länder, mit denen Sie handeln. Unklare Angaben an dieser Stelle sind der häufigste Auslöser für Rückfragen.
Erstens: den scheinbar günstigsten Code wählen und das Geschäft daran anpassen – das fliegt bei der ersten Prüfung oder beim ersten Konzernkunden auf. Zweitens: alle Zukunftspläne am ersten Tag auf die Lizenz laden, was die Gebühr erhöht und unnötige Genehmigungen auslöst. Drittens: einen Mietvertrag unterschreiben, bevor geklärt ist, ob die Tätigkeit an dieser Adresse zulässig ist. Wer diese drei Punkte vermeidet, kommt in der Regel reibungslos durch. Für eine auf Ihr Modell zugeschnittene Codezuordnung unterstützt Sie unser Team für die Firmengründung in Dubai.
Freizonenbehörden führen eigene Aktivitätslisten, die nicht immer mit dem DET-Katalog übereinstimmen. Eine Tätigkeit, die im Mainland unkompliziert ist, kann in einer bestimmten Zone gar nicht verfügbar sein oder anders bezeichnet werden und andere Genehmigungen erfordern. Das ist wichtiger, als viele Gründer erwarten, denn Banken und Konzernkunden lesen den Lizenztext wörtlich. Lassen Sie sich vor der Entscheidung für eine Zone die exakte Formulierung geben, die später auf Ihrer Lizenz stehen wird, und vergleichen Sie sie mit der DET-Entsprechung.
Hinzu kommt die Substanzfrage. Freizonengesellschaften, die vom qualifizierenden Steuerregime profitieren wollen, müssen echte Aktivität in der Zone nachweisen, und die Tätigkeit muss auf der Liste qualifizierender Aktivitäten stehen. Eine vage oder unpassende Lizenzbeschreibung kann diese Position bei einer Prüfung schwächen. Präzision bei der Lizenzierung schützt Sie also später bei der Steuer.
Bei einer Dienstleistungslizenz ohne externe Freigaben sehen wir in der Praxis folgenden Ablauf: Tag eins bis zwei Namensreservierung, Tag drei bis fünf Erstgenehmigung, Tag sechs bis acht Notartermin und Mietvertrag, Tag neun bis zwölf Lizenzausstellung. Danach folgen Establishment Card und Visaverfahren, die zusammen zwei bis vier Wochen beanspruchen. Wer parallel die Bankunterlagen vorbereitet, kann das Konto oft schon in Woche sechs eröffnen.
Bei genehmigungspflichtigen Tätigkeiten verschiebt sich vor allem Schritt drei. Rechnen Sie in der Gastronomie mit einer Vorabprüfung der Räumlichkeiten, im Gesundheitsbereich mit der Prüfung von Qualifikationsnachweisen des Fachpersonals. Beide Verfahren lassen sich beschleunigen, wenn die Unterlagen vollständig und übersetzt vorliegen – unvollständige Einreichungen sind der Hauptgrund für Verzögerungen.
Die meisten Lizenzen tragen drei bis zehn verwandte Codes. Die Gebühr steigt stufenweise, nicht verwandte Tätigkeiten benötigen unter Umständen eine eigene Lizenz.
Ja, über einen Änderungsantrag. Das bedeutet eine neu ausgestellte Lizenz und neue Gebühren; neu hinzukommende regulierte Tätigkeiten brauchen eigene Genehmigungen.
Nein. Produktverkauf gehört unter eine Handelslizenz. Eine Vermischung ohne Lizenzänderung führt zu einer Compliance-Lücke.
Im Regelfall ein Jahr, mit jährlicher Verlängerung gegen einen gültigen Mietvertrag.
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