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Dubai und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gehören zu den am schnellsten wachsenden und am strengsten regulierten Märkten für E-Zigaretten und Vape-Produkte im Nahen Osten. Seit der Legalisierung im Jahr 2019 und der Bindung an strenge Standards ist der Erwerb einer E-Zigaretten-Lizenz in Dubai nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern auch der Schlüssel zum Aufbau eines vertrauenswürdigen, nachhaltigen Unternehmens. In diesem umfassenden Leitfaden lernen Sie den gesamten Prozess Schritt für Schritt kennen: Lizenzarten, erforderliche Unterlagen, ECAS/MoIAT-Konformitätszertifizierung, die 100%ige Verbrauchsteuer, Zollvorschriften und Kosten.
Nach Jahren des Verbots wurde der Verkauf von E-Zigaretten- und Vape-Produkten in den Vereinigten Arabischen Emiraten ab April 2019 offiziell erlaubt und an ein strenges Standardsystem gebunden. Diese Regelung beendete den Zustrom nicht registrierter, unkontrollierter Produkte und schuf gleichzeitig einen großen, umsatzstarken Markt für konforme Waren. Mit seiner strategischen Lage, der fortschrittlichen Logistikinfrastruktur und den Re-Export-Vorteilen dient Dubai als regionales Zentrum für Import, Vertrieb und Einzelhandel von Vaping-Produkten.
Trotz seiner Attraktivität fällt der Vape-Sektor in den VAE unter die Kategorie eines „regulierten Produkts". Das bedeutet, dass Produkte in jeder Phase – von der Einfuhr in das Land bis zum Verkauf im Regal – bestimmten Genehmigungen, Zertifizierungen und Steuerpflichten unterliegen. Tätigkeiten ohne die richtige Lizenz und Konformitätsunterlagen können zu hohen Geldstrafen und zur Beschlagnahme von Waren führen.
Bevor Sie ein Vape-Geschäft in Dubai gründen, ist es entscheidend, die grundlegenden Rechtsvorschriften zu verstehen, die Ihre Tätigkeit regeln. E-Zigaretten- und Vape-Produkte werden in den VAE durch drei rechtliche Hauptebenen geregelt:
Elektronische Nikotinprodukte werden nach demselben grundlegenden Rahmen wie herkömmlicher Tabak behandelt, dem Bundes-Tabakkontrollgesetz (Federal Law No. 15/2009). Dieses Gesetz umfasst Werbebeschränkungen, Altersgrenzen (Verkaufsverbot an unter 18-Jährige) und Nutzungsverbote in bestimmten Bereichen.
Alle in den VAE verkauften elektronischen Nikotinprodukte müssen dem verbindlichen Standard UAE.S 5030 „Electronic Nicotine Products" entsprechen. Dieser Standard definiert Produktsicherheit, Kennzeichnung, Nikotingrenzwerte und technische Anforderungen und wird vom Ministerium für Industrie und fortschrittliche Technologie (MoIAT) durchgesetzt.
E-Zigaretten-Geräte und -Liquids unterliegen gemäß Federal Decree-Law No. 7/2017 der Verbrauchsteuer. Steuerdetails werden im Abschnitt „Steuer" weiter unten behandelt.
Der erste Schritt zur Gründung eines Vape-Geschäfts in Dubai ist die Wahl der zu Ihrem Geschäftsmodell passenden Handelslizenz. Je nach Art Ihrer Tätigkeit kommen verschiedene Lizenzarten und Rechtsräume infrage.
Die vom Department of Economy and Tourism (DET/DED) Dubai ausgestellte Mainland-Lizenz ermöglicht Ihnen den direkten Handel überall in den VAE mit uneingeschränktem Zugang zum lokalen Markt. Sie ist ideal für die Eröffnung eines Vape-Einzelhandelsgeschäfts oder den lokalen Vertrieb. Der entsprechende Aktivitätscode muss korrekt als „Handel mit Tabakprodukten und elektronischen Zigaretten" gewählt werden.
Freizonen-Lizenzen bieten 100% ausländisches Eigentum, Steuervorteile und vereinfachte Import-Export-Verfahren und sind besonders für import-, großhandels- und re-export-orientierte Unternehmen vorteilhaft. Freizonenunternehmen benötigen für den direkten Einzelhandelsverkauf auf dem Mainland-Markt jedoch in der Regel einen Distributor oder eine zusätzliche Genehmigung.
Eine E-Commerce-Lizenz ist eine Option für den Online-Verkauf von Vapes; der Online-Verkauf elektronischer Nikotinprodukte unterliegt jedoch denselben ECAS-Zertifizierungs-, Altersverifizierungs- und Steuervorschriften.
Um die Wahl zwischen Mainland und Freizone eingehend zu bewerten, lesen Sie unsere Leitfäden Unternehmensgründung in Dubai und Freizonen-Unternehmensgründung in Dubai.
Der kritischste und oft übersehene Schritt im Vape-Handel ist die Produktkonformitätszertifizierung. Jedes elektronische Nikotinprodukt, das in den VAE-Markt gelangt, muss im Rahmen des ECAS (Emirates Conformity Assessment Scheme) ein Konformitätszertifikat vom MoIAT erhalten.
Das ECAS-Zertifikat umfasst die Konformität des Produkts mit dem Standard UAE.S 5030, Laborprüfberichte, Kennzeichnungsanforderungen und Nikotingehaltsgrenzen. Ohne das Zertifikat können Produkte den Zoll nicht passieren und nicht legal verkauft werden.
Zusätzlich zu ECAS müssen E-Zigaretten-Produkte im System der digitalen Steuermarke der Bundessteuerbehörde (FTA) registriert werden und eine physische Marke tragen. Dieses System bestätigt, dass die Steuer bezahlt wurde und das Produkt legal ist.
Der wichtigste Faktor, der die Rentabilität im Vape-Sektor direkt beeinflusst, ist die Steuerstruktur. Die VAE erheben eine hohe Verbrauchsteuer auf E-Zigaretten-Produkte.
Laut offiziellen Regierungsquellen der VAE gilt eine Verbrauchsteuer von 100% auf elektronische Rauchgeräte und 100% auf die in diesen Geräten verwendeten Liquids. Diese Steuer wird vom Importeur oder Hersteller durch Registrierung bei der FTA gezahlt; für die Verbrauchsteuer gibt es keine Registrierungsschwelle.
Zusätzlich zur Verbrauchsteuer unterliegen Verkäufe einer Mehrwertsteuer von 5%. Für Unternehmen mit einem jährlichen Nettogewinn über 375.000 AED gilt außerdem eine Körperschaftsteuer von 9%.
Alle importierten E-Zigaretten-Produkte müssen beim Zoll mit ECAS-Zertifikat, digitaler Steuermarke und bezahlter Verbrauchsteuer angemeldet werden. Fehlende Unterlagen führen zur Beschlagnahme von Waren und zu Strafen.
Bestimmen Sie Ihr Import-, Großhandels-, Einzelhandels- oder Online-Verkaufsmodell und wählen Sie den passenden Aktivitätscode.
Entscheiden Sie sich je nach Zielmarkt für eine Mainland- oder Freizonengründung.
Wählen Sie einen eindeutigen Firmennamen und holen Sie die Erstgenehmigung der zuständigen Behörde ein.
Reichen Sie Ihre Unterlagen bei der zuständigen Behörde ein und erhalten Sie Ihre Handelslizenz.
Schließen Sie das MoIAT-ECAS-Zertifikat, die FTA-Verbrauchsteuerregistrierung und die digitale Steuermarke für Ihre Produkte ab.
Nehmen Sie den Betrieb mit Bankkonto, Büro/Lager und den erforderlichen Zusatzgenehmigungen auf.
| Position | Satz / Geschätzter Betrag | Beschreibung |
|---|---|---|
| Verbrauchsteuer (Gerät) | 100% | Elektronische Rauchgeräte |
| Verbrauchsteuer (Liquid) | 100% | In Geräten verwendete Liquids |
| Mehrwertsteuer | 5% | Standardsatz |
| Körperschaftsteuer | 9% | Auf Nettogewinn über 375.000 AED |
| Handelslizenz | Variabel | Je nach Rechtsraum und Aktivität |
| ECAS-Zertifikat | Pro Produkt | Separat für jedes Produktmodell |
Der Vape-Sektor ist aufgrund seiner mehrschichtigen Vorschriften ein Bereich, der Fachwissen erfordert. Bei World Company Setup managen wir den gesamten Prozess von Anfang bis Ende – von der Auswahl der richtigen Lizenzart über die ECAS-Zertifizierung bis hin zur Steuerregistrierung und Kontoeröffnung. Unsere erfahrenen Berater sorgen dafür, dass der Prozess schnellstmöglich und vorschriftskonform abgeschlossen wird. Für einen auf Ihr Projekt zugeschnittenen Fahrplan fordern Sie jetzt ein kostenloses Angebot an.
Ja. Der Verkauf von E-Zigaretten- und Vape-Produkten ist in den VAE seit April 2019 legal; die Produkte müssen jedoch ein ECAS/MoIAT-Zertifikat gemäß dem Standard UAE.S 5030 besitzen und unter einer gültigen Handelslizenz verkauft werden.
Laut offiziellen VAE-Quellen gilt eine Verbrauchsteuer von 100% auf elektronische Rauchgeräte und 100% auf Liquids. Zusätzlich gelten 5% Mehrwertsteuer und 9% Körperschaftsteuer (auf Gewinne über 375.000 AED).
ECAS (Emirates Conformity Assessment Scheme) ist ein verpflichtendes Konformitätszertifikat des MoIAT. Ohne dieses können E-Zigaretten-Produkte den Zoll nicht passieren und nicht legal verkauft werden.
Ja. In Freizonen können Unternehmen mit 100% ausländischem Eigentum gegründet werden, und auch Mainland-Lizenzen stehen ausländischen Investoren offen.
Die Dauer hängt vom gewählten Rechtsraum und der Vollständigkeit der Unterlagen ab. Eine Handelslizenz kann in der Regel innerhalb weniger Werktage erlangt werden; die ECAS-Zertifizierung kann je nach Produktprüfung länger dauern.
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