Tourismusunternehmen in Dubai gründen: Reisebürolizenz, Bankgarantie und Kosten

Dubai schloss 2025 mit 19,59 Millionen internationalen Übernachtungsgästen ab. Wer in diesem Markt als Reisebüro oder Reiseveranstalter antreten will, entscheidet über drei Punkte: welche Lizenzkategorie gewählt wird, welche Bankgarantie daran hängt und welche Erfahrung der bestellte Geschäftsführer nachweisen kann. Alle drei werden hier anhand der geltenden Verordnungen dargestellt.
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Kurz zusammengefasst: Was eine Reiseürolizenz in Dubai verlangt

  • Behörde: Department of Economy and Tourism (DET). Grundlage ist die Verordnung Nr. 6 von 2006.
  • Lizenzarten: Travel and Tourism Agent, Inbound Tour Operator, Outbound Tour Operator und Generalvertretung für Fluggesellschaften — also vier, nicht drei.
  • Bankgarantie: 100.000 AED für Reisebüros und Inbound-Veranstalter, 200.000 AED für Outbound-Veranstalter und Airline-Generalvertretungen.
  • Büropflicht: mindestens 40 m² eigenständige Bürofläche je lizenzierter Tätigkeit.
  • Geschäftsführer: 3 Jahre Branchenerfahrung mit Tourismusabschluss, 5 Jahre mit allgemeinem Schulabschluss.
  • Steuern: 0 % Körperschaftsteuer bis 375.000 AED, darüber 9 %; 5 % Mehrwertsteuer auf Dienstleistungen.

Inhaltsverzeichnis

Warum Dubai für ein Reisebüro funktioniert

Die vier Lizenzarten und für wen sie passen

Bankgarantie: 100.000 oder 200.000 AED?

Bürofläche und Qualifikation des Geschäftsführers

Festland oder Freizone?

Was die Gründung tatsächlich kostet

Der Gründungsprozess Schritt für Schritt

IATA-Akkreditierung und Ticketausstellung

Besteuerung: 9 % Körperschaftsteuer und 5 % Mehrwertsteuer

Woran Anträge typischerweise scheitern

Quellen

Warum Dubai für ein Reisebüro funktioniert

Nach den am 9. Februar 2026 veröffentlichten Zahlen des Dubai Media Office schloss das Emirat 2025 mit 19,59 Millionen internationalen Übernachtungsgästen ab — ein Plus von 5 % gegenüber dem Vorjahr. Die Hotelauslastung lag bei 80,7 %, die durchschnittliche Zimmerrate bei 579 AED, die mittlere Aufenthaltsdauer bei 3,7 Nächten. Für ein Reisebüro ist weniger die absolute Zahl entscheidend als ihre Verteilung: die Nachfrage verläuft ganzjährig statt saisonal.

Nachfrage ohne ausgeprägte Nebensaison

Im Dezember 2025 wurde mit 2,04 Millionen Gästen erstmals in einem einzelnen Monat die Zwei-Millionen-Marke überschritten. Europäische Winternachfrage und Golf- sowie Asiennachfrage im Sommer gleichen einander aus. Für einen Inbound-Veranstalter bedeutet das einen Ertragskalender, der sich nicht auf wenige Monate zusammendrängt.

Kalkulierbare und niedrige Steuerlast

Die VAE erheben keine Einkommensteuer auf privates Einkommen. Die Körperschaftsteuer beträgt 0 % auf steuerpflichtige Gewinne bis 375.000 AED und 9 % darüber. In einem Geschäft, dessen Margen im Ticketing und in der Paketierung nur wenige Prozentpunkte betragen, wirkt sich das unmittelbar auf das Betriebskapital aus.

Drehkreuz zwischen drei Kontinenten

Der Flughafen Dubai sowie die Streckennetze von Emirates und flydubai erleichtern Transitgäste, MICE-Gruppen und kombinierte Paketreisen zwischen Europa, Asien und Afrika. Eine lizenzierte Gesellschaft kann zudem Grundlage für langfristige Aufenthaltsprogramme sein — Einzelheiten in unserem Beitrag zum Golden Visa in Dubai.

Die vier Lizenzarten und für wen sie passen

In den meisten Ratgebern ist von drei Lizenzarten die Rede. Artikel 2 der Verordnung Nr. 6 von 2006 nennt jedoch vier Kategorien. Die Wahl ist keine Formalie: Sie bestimmt die Höhe Ihrer Bankgarantie, Ihre Versicherungspflicht und die Leistungen, die Sie überhaupt verkaufen dürfen.

Travel and Tourism Agent (Reise- und Tourismusagentur)

Flugticketverkauf, Hotelbuchungen, Transfers und Visaunterstützung. Ausgangspunkt für das klassische Reisebüro mit Direktvertrieb an Endkunden.

Inbound Tour Operator (Incoming-Veranstalter)

Stadtrundfahrten, Wüstensafaris, Reiseleitung und Eventabwicklung für Gäste, die nach Dubai kommen. Wer ein lokales Lieferantennetz aufbauen kann, findet hier in der Regel die höchsten Margen.

Outbound Tour Operator (Outgoing-Veranstalter)

Verkauf internationaler Pauschalreisen und Tickets an Ansässige in den VAE. Da Kundengelder vor Leistungserbringung vereinnahmt werden, ist die aufsichtsrechtliche Sicherheit hier am höchsten.

Appointed General Agent (Generalvertretung für Fluggesellschaften)

Die GSA-Struktur, also der Verkauf im Namen einer oder mehrerer Airlines. In der Praxis selten thematisiert, in der Verordnung jedoch eigenständig geregelt.

LizenzkategorieZulässiger VerkaufBankgarantie
Travel and Tourism AgentTickets, Hotels, Transfers, Visaservice100.000 AED
Inbound Tour OperatorTouren, Reiseleitung, Events in Dubai100.000 AED
Outbound Tour OperatorInternationale Pauschalreisen und Tickets200.000 AED
Appointed General AgentVerkauf im Namen von Airlines (GSA)200.000 AED
Auswahl der Tourismuslizenz in DubaiWer ist Ihr Kunde?Gäste, die nachDubai kommenInbound Tour Operator100.000 AEDIn den VAE Ansässigemit Ziel AuslandOutbound Tour Operator200.000 AEDKäufer von Tickets,Hotels und TransfersTravel and Tourism Agent100.000 AEDFür alle drei gilt: mindestens 40 m² eigenständiges Büro und beglaubigter Erfahrungsnachweis (3 oder 5 Jahre)
Schaubild: Zusammenhang zwischen Lizenzkategorie und Bankgarantie. Quelle: Verordnungen Nr. 6/2006 und Nr. 1/2009.

Bankgarantie: 100.000 oder 200.000 AED?

An diesem Punkt widersprechen sich die verfügbaren Quellen, und ein erheblicher Teil davon liegt schlicht falsch. Artikel 5 Absatz 9 der Verordnung Nr. 1 von 2009 nennt zwei getrennte Beträge: 200.000 AED für die Generalvertretung einer oder mehrerer Fluggesellschaften sowie für Outgoing-Veranstalter, und 100.000 AED für Reise- und Tourismusagenturen sowie für Incoming-Veranstalter. Die Garantie muss gültig bleiben, solange die Lizenz nicht widerrufen ist.

Dieselbe Verordnung verpflichtet Incoming- und Outgoing-Veranstalter, Touristen und Reisende gegen sämtliche Risiken und Schäden zu versichern. Ein fester Betrag wird nicht genannt; konkrete Zahlen zu einer angeblichen Berufshaftpflichtsumme sollten daher kritisch geprüft werden.

Hinweis zur Budgetierung: Die Garantie ist gebundenes Kapital, keine Gebühr. Banken verlangen für die Ausstellung des Avals aber regelmäßig eine Barhinterlegung oder Provision. Ein Outgoing-Budget allein auf Basis der Lizenzgebühr zu planen, ist der häufigste Kalkulationsfehler in dieser Branche.

Bürofläche und Qualifikation des Geschäftsführers

Mindestens 40 m² eigenständige Bürofläche

Die Verordnung von 2006 verlangt je lizenzierter Tätigkeit eine eigenständige Bürofläche von nicht weniger als 40 Quadratmetern. Virtuelle Büros und Flexi-Desks scheiden damit für eine Festland-Tourismuslizenz aus. Der Mietvertrag wird über die registrierte Mietregistrierung (Ejari) nachgewiesen und gehört zwingend zur Antragsakte.

Erfahrung und Abschluss des Geschäftsführers

Die Verordnung Nr. 1 von 2009 setzt eine konkrete Schwelle: drei Jahre Branchenerfahrung bei einem Hochschulabschluss oder Zertifikat mit Schwerpunkt Tourismus und Reisen, oder fünf Jahre bei allgemeinem Schulabschluss. Die Nachweise müssen ordnungsgemäß beglaubigt sein. Ein beträchtlicher Teil abgelehnter Anträge geht darauf zurück, dass dieser Punkt erst am Ende des Prozesses bedacht wird.

Festland oder Freizone?

Die Entscheidung lässt sich auf eine Frage reduzieren: Wer ist Ihr Kunde? Direktverkauf an Endkunden innerhalb Dubais spricht für eine Festlandstruktur. Ein B2B-Modell, ein exportorientierter Betrieb oder eine rein digitale Plattform macht die Freizone erwägenswert.

Eine Änderung aus 2025 ist dabei entscheidend: Der Beschluss des Exekutivrats Nr. 11 von 2025 verlangt von Freizonengesellschaften eine DET-Lizenz oder -Genehmigung, um im Festlandgebiet Dubais tätig zu werden. Die Freizonen-Zweiglizenz ist mit 10.000 AED jährlich, die auf sechs Monate befristete Genehmigung mit 5.000 AED angesetzt. Die Vorstellung, mit einem Flexi-Desk in der Freizone Touren in ganz Dubai verkaufen zu können, hält dieser Regelung nicht stand. Die Alternative beschreibt unsere Seite zur Gründung auf dem Dubai-Festland.

KriteriumFestland (Mainland)Freizone
Endkundenverkauf in DubaiDirekt zulässigDET-Lizenz oder -Genehmigung nötig
BüroMindestens 40 m² eigenständigFlexible Bürolösungen
Ausländisches EigentumBei vielen Tätigkeiten 100 %100 %
Typischer EinsatzReisebüro, Incoming- und Outgoing-VeranstalterB2B, DMC, Online-Plattform

Was die Gründung tatsächlich kostet

Dass kaum jemand eine belastbare Zahl nennt, liegt daran, dass zwei völlig verschiedene Größen vermischt werden. Amtliche Gebühren sind gesetzlich fixiert und niedrig. Marktabhängige Posten — Büro, Garantie, Visa, Beratung — sind es nicht. Getrennt betrachtet ergibt sich erst ein brauchbares Budget.

Gesetzlich festgelegte amtliche Gebühren

VorgangAmtlicher BetragGrundlage
Vorabgenehmigung (Initial Approval)120 AEDDED-Gebührenverzeichnis
Handelsnamensreservierung200 AEDBeschluss Nr. 13 von 2011
Ausstellung der Tourismuslizenz300 AEDVerordnung Nr. 6 von 2006
Verlängerung / Tätigkeit ergänzen500 AEDVerordnung Nr. 6 von 2006

Marktabhängige Posten

PostenRichtwert (AED)Anmerkung
Büromiete (jährlich)ab 15.000Abhängig von der 40-m²-Pflicht und der Lage
Bankgarantie100.000 – 200.000Gebunden, je nach Lizenzkategorie
Mitarbeitervisum (pro Person)variabelMOHRE-Arbeitserlaubnis 250 – 3.450 AED und GDRFA-Aufenthaltsgebühr 740 AED, zzgl. Gesundheitstest, Emirates ID und Servicegebühren
Versicherung und NebenkostenvariabelReisendenversicherung, Notar, Übersetzung, Beglaubigung

Die amtlichen Gebühren beruhen auf den Verzeichnissen von 2006 und 2011 und können angepasst werden. Die Marktposten sind lediglich beobachtete Bandbreiten. Prüfen Sie die aktuellen Beträge vor der Budgetfreigabe bei DET und der Federal Tax Authority.

Der Gründungsprozess Schritt für Schritt

  1. Tätigkeit und Lizenzkategorie festlegen. Reisebüro, Incoming oder Outgoing — davon hängt die Garantiehöhe ab.
  2. Handelsnamen reservieren. Der Name muss den VAE-Namensregeln entsprechen und darf nicht mit bekannten Marken kollidieren.
  3. Vorabgenehmigung einholen. Über das DED-Serviceportal, teilweise innerhalb von Minuten abgeschlossen.
  4. Büro anmieten und Ejari registrieren. Eigenständige Fläche, die die 40-m²-Schwelle erfüllt.
  5. Geschäftsführer bestellen und Unterlagen beglaubigen. Abschlüsse und Arbeitszeugnisse über Apostille oder konsularische Beglaubigung.
  6. Bankgarantie ausstellen lassen. In der für die Kategorie vorgesehenen Höhe und unbefristet gültig.
  7. DET-Tourismusfreigabe und Lizenzausstellung. Eine vollständige Akte durchläuft diese Stufe zügig.
  8. Firmenkonto eröffnen. In der Praxis der längste Schritt; planen Sie ihn früh ein — unser Team unterstützt bei der Kontoeröffnung in Dubai.
  9. Visa und Steuerregistrierungen abschließen. Investoren- und Mitarbeitervisa sowie Körperschaftsteuer- und Mehrwertsteuerregistrierung.

Eine amtliche Gesamtdauer veröffentlicht DET nicht. Zusagen wie „in zwei Wochen erledigt" sind daher mit Vorsicht zu betrachten. Den Kalender bestimmen in der Praxis die Beglaubigung der Unterlagen und die Kontoeröffnung.

IATA-Akkreditierung und Ticketausstellung

Tourismuslizenz und IATA-Akkreditierung werden regelmäßig verwechselt. Die DET-Lizenz berechtigt zum Geschäftsbetrieb; die IATA-Akkreditierung ist ein gesonderter, freiwilliger Status, der die Ausstellung von Flugtickets im eigenen Namen erlaubt. Viele neue Reisebüros arbeiten in den ersten Jahren stattdessen über einen Konsolidator oder GDS-Partner, weil die finanziellen Sicherheitsanforderungen der Akkreditierung zum Start schwer wiegen. Der Preis dafür ist eine etwas geringere Marge je Vorgang bei deutlich weniger gebundenem Kapital.

Besteuerung: 9 % Körperschaftsteuer und 5 % Mehrwertsteuer

Die Körperschaftsteuer beträgt 0 % auf steuerpflichtige Gewinne bis 375.000 AED und 9 % darüber. Unternehmen mit Umsätzen bis 3.000.000 AED können die Small Business Relief wählen; diese gilt jedoch nur für Steuerzeiträume, die am oder vor dem 31. Dezember 2026 enden. Ein Zweitjahresbudget auf ihrer Fortgeltung aufzubauen, ist für ein frisch lizenziertes Reisebüro riskant.

Die Mehrwertsteuer liegt bei 5 %, die Pflichtregistrierung bei 375.000 AED und die freiwillige Registrierung bei 187.500 AED. Reise- und Tourismusleistungen werden zum Regelsatz besteuert; die internationale Personenbeförderung ist nullsatzbesteuert. Für in Deutschland ansässige Gründer bleiben daneben die heimischen Regeln zu Ansässigkeit, Wegzug und Doppelbesteuerung maßgeblich — eine Dubai-Lizenz ersetzt diese Prüfung nicht. Unsere Steuerberatung für Dubai begleitet die Meldeseite.

Woran Anträge typischerweise scheitern

Einzelne Tourismustätigkeiten erfordern zusätzliche Behördenfreigaben; den Umfang zeigt unsere Seite zu Genehmigungen in Dubai. Den weiteren Rahmen für Tourismusgesellschaften behandelt unser Beitrag wie man ein Tourismusunternehmen in Dubai gründet.

Quellen

Fachliche Begleitung für Ihre Tourismuslizenz in Dubai

Was ein Lizenzverfahren in die Länge zieht, ist selten die Verordnung selbst, sondern die Vorbereitung: nicht beglaubigte Nachweise des Geschäftsführers, ein zu spät beantragtes Bankaval und ein Büro unterhalb der 40-m²-Schwelle. World Company Setup führt die gesamte Akte — Kategoriewahl, Garantie, DET-Freigabe und Kontoeröffnung — in einem Vorgang zusammen.

Den übergeordneten Rahmen beschreibt unsere Seite zur Unternehmensgründung in Dubai; ein auf Ihr Modell zugeschnittenes Angebot erhalten Sie über unser kostenloses Anfrageformular.

Checkliste vor der Antragstellung

Klären Sie vor der Einreichung fünf Punkte: Lizenzkategorie, Garantiehöhe, Bürofläche in Quadratmetern, beglaubigter Erfahrungsnachweis des Geschäftsführers und Umfang der Reisendenversicherung. Sind diese fünf Punkte belegt, verkürzt sich die DET-Freigabe spürbar.

Häufig gestellte Fragen und Antworten

Die Kosten teilen sich in zwei Gruppen. Gesetzlich fixierte amtliche Gebühren sind niedrig: 120 AED Vorabgenehmigung, 200 AED Handelsnamensreservierung, 300 AED Lizenzausstellung und 500 AED Verlängerung. Das Gewicht liegt bei den Marktposten: Büromiete ab 15.000 AED jährlich, eine Bankgarantie von 100.000 oder 200.000 AED je nach Kategorie, Visakosten und Versicherung. Die Garantie ist die größte Einzelgröße im Budget.

Meist ist von drei Arten die Rede. Die Verordnung Nr. 6 von 2006 definiert vier Kategorien: Travel and Tourism Agent, Inbound Tour Operator, Outbound Tour Operator und die Generalvertretung für Fluggesellschaften. Ihre Kategorie bestimmt sowohl die zu stellende Garantie als auch die zulässigen Leistungen.

Die Verordnung Nr. 1 von 2009 nennt zwei Beträge: 100.000 AED für Reise- und Tourismusagenturen sowie für Incoming-Veranstalter, und 200.000 AED für Outgoing-Veranstalter sowie für Generalvertretungen von Fluggesellschaften. Die Garantie muss gültig bleiben, solange die Lizenz nicht widerrufen ist.

Für eine Festland-Tourismuslizenz ja. Die Verordnung verlangt je lizenzierter Tätigkeit eine eigenständige Bürofläche von mindestens 40 Quadratmetern, nachgewiesen über die registrierte Mietregistrierung (Ejari). Virtuelle Büros und Flexi-Desks genügen nicht. Freizonen bieten flexible Lösungen; für Tätigkeiten im Festlandgebiet Dubais ist jedoch zusätzlich eine DET-Lizenz oder -Genehmigung erforderlich.

Der bestellte Geschäftsführer muss drei Jahre Branchenerfahrung nachweisen, wenn er einen Hochschulabschluss oder ein Zertifikat mit Schwerpunkt Tourismus und Reisen besitzt, oder fünf Jahre bei allgemeinem Schulabschluss. Die Nachweise müssen ordnungsgemäß beglaubigt sein; dieser Punkt ist eine häufige Ablehnungsursache.

Die Körperschaftsteuer beträgt 0 % bis 375.000 AED steuerpflichtigen Gewinns und 9 % darüber. Unternehmen mit Umsätzen bis 3.000.000 AED können die Small Business Relief wählen, die nur für Steuerzeiträume gilt, die am oder vor dem 31. Dezember 2026 enden. Die Mehrwertsteuer liegt bei 5 %, Pflichtregistrierung ab 375.000 AED, freiwillige Registrierung ab 187.500 AED. Eine Einkommensteuer auf privates Einkommen wird nicht erhoben.

DET veröffentlicht keine amtliche Gesamtdauer. Einzelne Schritte sind sehr schnell — die Vorabgenehmigung kann im DED-Portal innerhalb von Minuten erteilt werden. Den Zeitplan bestimmen in der Praxis die Beglaubigung von Abschlüssen und Arbeitszeugnissen, die Ausstellung des Bankavals und die Eröffnung des Firmenkontos.

Das Föderale Dekret-Gesetz Nr. 26 von 2020 hat 100 % ausländisches Eigentum auf dem Festland für über tausend gewerbliche und industrielle Tätigkeiten geöffnet. Da die Zulässigkeit tätigkeitsbezogen geregelt ist, sollte vor der Einreichung geprüft werden, ob der konkrete Tourismus-Tätigkeitscode auf der aktuellen Liste steht. In Freizonen sind 100 % Standard.

Nein. Zum Geschäftsbetrieb berechtigt die DET-Tourismuslizenz. Die IATA-Akkreditierung ist ein gesonderter, freiwilliger Status für die Ticketausstellung im eigenen Namen. Die meisten neuen Reisebüros arbeiten anfangs über einen Konsolidator oder GDS-Partner, um die finanziellen Sicherheitsanforderungen zu vermeiden.

Nicht unmittelbar. Der Beschluss des Exekutivrats Nr. 11 von 2025 verlangt von Freizonengesellschaften eine DET-Lizenz oder -Genehmigung für Tätigkeiten im Festlandgebiet Dubais. Die Zweiglizenz ist mit 10.000 AED jährlich, die auf sechs Monate befristete Genehmigung mit 5.000 AED angesetzt.

Verfasst von Internationaler Finanz- und Unternehmensberater · ·

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