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Dubai ist der Standort, von dem aus ein großer Teil der Werbe- und Marketingbudgets der Golfregion gesteuert wird. Marken, die in den Nahen Osten expandieren, planen ihre Kampagnen von hier aus – das macht die Stadt für Agenturen sowohl auf der Kunden- als auch auf der Talentseite attraktiv. Digitales Marketing ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten jedoch keine frei ausübbare Tätigkeit: Sie unterliegt dem Medienrecht und ist genehmigungspflichtig. Die richtige Lizenz und die passende Struktur zu wählen wiegt deshalb schwerer als die reine Gründungsgebühr.
Der Wert Dubais für Agenturen ergibt sich nicht allein aus der Größe der Werbeausgaben. Marken, die hier ihre Regionalzentrale aufbauen, steuern von Dubai aus Kampagnen für den gesamten MENA-Raum. Aus einer einzigen Kundenbeziehung kann so Auftragsvolumen entstehen, das sich auf Saudi-Arabien, Katar, Kuwait und Ägypten erstreckt.
Der zweite Vorteil ist operativer Natur: Der Dirham ist mit 1 USD = 3,6725 AED fest an den US-Dollar gekoppelt, und die Zentralbank hält an dieser Politik fest. Für eine Agentur, die internationalen Kunden Preise auf Dollarbasis anbietet, entfällt das Währungsrisiko damit praktisch vollständig.
Drittens die Teamseite: Da Aufenthaltsvisa über die Agenturlizenz gesponsert werden können, lässt sich ein Kernteam aus Designern, Performance-Spezialisten und Content-Produzenten legal in der Stadt aufbauen.
Der häufigste Irrtum besteht darin, digitales Marketing für eine gewöhnliche Beratungstätigkeit zu halten. Werbeproduktion und Medienberatung zählen in den VAE nach dem Bundesgesetzesdekret Nr. 55/2023 über die Medienregulierung und dessen Durchführungsverordnung, dem Kabinettsbeschluss Nr. 68/2024, zu den lizenzpflichtigen Medientätigkeiten. Artikel 27 der Verordnung nennt ausdrücklich „Design und Produktion von Werbung jeder Art“ sowie „Medien- und Werbeberatung und -forschung“.
Bei der Agenturgründung gibt es zwei getrennte Ebenen: die Handelslizenz, die das Unternehmen rechtlich entstehen lässt (auf dem Mainland ausgestellt vom Department of Economy and Tourism, in der Freezone von der jeweiligen Zonenverwaltung), und die Medienerlaubnis, die sich auf den Inhalt der Tätigkeit bezieht. Mit dem Bundesgesetzesdekret Nr. 11/2025 ist seit dem 1. Januar 2026 die National Media Authority die zuständige Regulierungsbehörde; die Lizenzierung elektronischer Medien liegt auch für Freezone-Unternehmen bei dieser Behörde. Unterlagen und Prozesse, die noch auf den früheren „UAE Media Council“ verweisen, müssen entsprechend aktualisiert werden.
Das in vielen Portalen kursierende Versprechen einer „Marketinglizenz in Dubai für tausend Dollar“ bezieht sich in der Regel auf die E-Trader-Lizenz. Diese wird ausschließlich auf natürliche Personen ausgestellt, gilt nicht in Freezones, ermöglicht keine Visasponsorschaft und erlaubt keine Mitarbeitereinstellung. Für eine Agentur, die Rechnungen an Kunden stellt, ein Team beschäftigt und Markenbudgets verwaltet, ist sie keine geeignete Struktur.
Für Agenturen verläuft diese Entscheidung anders als in den meisten Branchen. Ausschlaggebend ist, wo das Kundenportfolio angesiedelt ist. Wer Unternehmenskunden auf dem Mainland der VAE direkt bedienen oder an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen will, braucht eine Mainland-Lizenz. Seit der mit dem Bundesgesetzesdekret Nr. 26/2020 eingeführten und in Dubai zum 1. Juni 2021 wirksam gewordenen Reform ist für über tausend Geschäftstätigkeiten kein lokaler Partner mehr erforderlich; Werbe- und Marketingtätigkeiten stehen damit zu 100 % ausländischem Eigentum offen. Eine Bestätigung je Tätigkeitscode bleibt dennoch ratsam.
Agenturen, deren Kunden überwiegend im Ausland sitzen und die mit Remote-Teams arbeiten, starten in einer Freezone schneller und planbarer. Für die Mainland-Variante finden Sie den Ablauf auf unserer Seite Unternehmen in Dubai Mainland gründen.
| Entscheidungskriterium | Mainland | Freezone |
|---|---|---|
| Unternehmenskunden in den VAE | Direkte Rechnungsstellung möglich | Gilt steuerlich als nicht qualifizierender Umsatz |
| Öffentliche Ausschreibungen | Teilnahme möglich | In der Regel ausgeschlossen |
| Gründungsdauer | Mehr Genehmigungsstufen, länger | Etwa ein bis zwei Wochen |
| Büropflicht | Physisches Büro mit Ejari-Vertrag | Flexdesk in den meisten Paketen ausreichend |
| Visa-Kontingent | Abhängig von der Bürofläche | Paketabhängig, meist 1–6 Visa |
Bei der Wahl der Freezone nur auf den Preis zu schauen kann täuschen; die Reputation der Zone bei Banken und die Wirkung der Adresse auf Kunden gehören mit in die Rechnung. Die folgenden Beträge sind die aktuell veröffentlichten Paketpreise der jeweiligen Freezones und decken die jährliche Lizenzgebühr ab; Visum, medizinischer Test und Emirates ID werden separat berechnet.
| Freezone | Einstiegspaket (jährlich) | Geeignet für |
|---|---|---|
| Sharjah Media City (SHAMS) | 5.750 AED (Medienpaket ohne Visum) | Budgetorientierte Ein-Personen-Operationen |
| Dubai Media City (Freelancer-Paket) | 7.520 AED | Einzelspezialisten mit Anspruch auf Branchenprestige |
| Meydan Free Zone | 12.500 AED (inkl. Flexdesk) | Kleine Teams, die eine Dubai-Adresse wünschen |
| RAKEZ | 14.000 AED (inkl. 1 Aufenthaltsvisum) | Gründer, die das Visum im Paket wollen |
| DMCC | Pakete ab 35.484 AED | Agenturen mit Fokus auf Banken- und Investorenreputation |
Hinweis: Die meisten im Netz kursierenden „Gründungskosten“ zeigen nur die Lizenzgebühr. Für das Gesamtbudget des ersten Jahres müssen Establishment Card, Visum, medizinischer Test, Emirates ID und Buchhaltung hinzugerechnet werden.
Behördliche Gebühren von den Paketpreisen der Freezones und Dienstleister zu trennen ist der praktischste Weg zu einem belastbaren Budget. Die folgende Tabelle weist amtlich veröffentlichte Gebühren und Marktposten getrennt aus.
| Posten | Betrag (AED) | Art der Quelle |
|---|---|---|
| Reservierung des Handelsnamens (Mainland) | 620 | Amtlicher Tarif |
| Erstgenehmigung (Initial Approval) | 120 | Amtlicher Tarif |
| Lizenz für Design und Produktion von Werbeinhalten | 5.000 (Verlängerung 2.500/Jahr) | Amtlicher Tarif |
| Lizenz für Medien- und Werbeberatung | 5.000 (Verlängerung 3.000/Jahr) | Amtlicher Tarif |
| Erlaubnis für Werbeinhalte in sozialen Medien (natürliche Person) | 1.000/Jahr | Amtlicher Tarif |
| Establishment Card (Behördengebühr) | ca. 270–380 | Amtliche Servicekarte |
| Emirates ID (pro Aufenthaltsjahr) | 100 + 100 Smart-Service | Amtlicher Tarif |
| Aufenthaltsvisum (über die Freezone) | 4.000–5.100 | Freezone-Veröffentlichung |
Für eine Agentur mit einem Gründer und einem Visum liegt das Gesamtbudget des ersten Jahres je nach gewählter Freezone bei etwa 15.000 bis 30.000 AED. Auf dem Mainland verschiebt sich dieses Band durch Büromiete und kommunale Gebühren deutlich nach oben. Einen Überblick über den gesamten Leistungsumfang vor der Gründung bietet unsere Seite Gründung eines Unternehmens in Dubai.
Gründungsablauf einer Digital-Marketing-Agentur in Dubai
01 Tätigkeitsumfang festlegen – es wird geklärt, welche der Tätigkeiten Werbeproduktion, Medienberatung, Social-Media-Management und Content-Produktion in die Lizenz aufgenommen werden.
02 Struktur wählen – je nach Kundenportfolio fällt die Entscheidung für Mainland oder Freezone.
03 Handelsnamen genehmigen lassen – reserviert wird ein Name ohne Abkürzungen und ohne Anspielung auf bekannte Marken.
04 Erstgenehmigung und Einreichung der Unterlagen – Passkopie, Antragsformular und Gesellschafterdaten gehen an die zuständige Behörde.
05 Medienerlaubnis einholen – die Genehmigung der Regulierungsbehörde für Werbeproduktion und Medienberatung wird abgeschlossen.
06 Büro- oder Flexdesk-Vertrag – auf dem Mainland Ejari, in der Freezone der im Paket enthaltene Arbeitsplatz.
07 Lizenzausstellung und Establishment Card – die Lizenz wird erteilt, anschließend wird das Visa-Kontingent freigeschaltet.
08 Visum, Bankkonto und Steuerregistrierungen – Aufenthaltsvisum, Emirates ID, Geschäftskonto und Körperschaftsteuer-Registrierung werden abgeschlossen.
Dies ist der Punkt mit dem größten Risiko, den Gründer am häufigsten übersehen. Der Kabinettsbeschluss Nr. 41/2025 hat die Gebührenordnung für Mediendienstleistungen neu gefasst. Danach werden die Lizenz für Design und Produktion von Werbeinhalten sowie die Lizenz für Medien- und Werbeberatung für jeweils 5.000 AED ausgestellt; die Erlaubnis für natürliche Personen, Werbeinhalte in sozialen Medien anzubieten, kostet 1.000 AED pro Jahr. Für Content-Creator, die das Land besuchen, ist eine Dreimonatserlaubnis für 500 AED vorgesehen.
Zu prüfen, ob die Influencer, mit denen Kampagnen laufen, über eine gültige Erlaubnis verfügen, wird Teil des Agenturalltags. Der Kabinettsbeschluss Nr. 42/2025 sieht für Medientätigkeit ohne Erlaubnis beim ersten Verstoß 10.000 AED, im Wiederholungsfall 40.000 AED und die behördliche Schließung vor. Beim Anbieten von Werbeinhalten in sozialen Medien ohne Erlaubnis lautet die Abfolge schriftliche Verwarnung, 20.000 AED und 50.000 AED.
Die praktische Konsequenz: Wer in seine Verträge die Pflicht aufnimmt, die Erlaubnisnummer des Content-Creators anzugeben, beseitigt das Bußgeldrisiko auf Kunden- wie auf Agenturseite. Sinnvoll ist es außerdem, den Schutz der eigenen Markenwerte gleich bei der Gründung mitzudenken – die Details dazu auf unserer Seite Markenregistrierung und Patentservices in Dubai.
Im Körperschaftsteuersystem der VAE wird steuerpflichtiges Einkommen bis 375.000 AED mit 0 % und der darüber liegende Teil mit 9 % besteuert.
Diese Frage wird in der Branche verbreitet falsch beantwortet. Der 0-%-Satz für eine Qualifying Free Zone Person (QFZP) setzt voraus, dass die Einkünfte aus der Liste der „qualifizierenden Tätigkeiten“ stammen. In der mit Ministerialbeschluss Nr. 229/2025 des Finanzministeriums aktualisierten Liste stehen unter anderem Produktion, Rohstoffhandel, Schifffahrt, Fonds- und Vermögensverwaltung, Treasury-Dienstleistungen und Logistik – Marketing, Werbung und digitales Marketing sind nicht darunter.
In der Praxis bedeutet das: Leistungen einer Freezone-Agentur an andere Freezone-Unternehmen können unter den 0-%-Satz fallen, Einnahmen von Mainland- oder Auslandskunden gelten dagegen nicht als qualifizierend. Übersteigen die nicht qualifizierenden Einnahmen 5 % des Gesamtumsatzes oder 5.000.000 AED – je nachdem, welcher Wert niedriger ist –, geht der QFZP-Status vollständig verloren, und zwar für fünf Steuerperioden.
Der Standardsatz der Mehrwertsteuer in den VAE beträgt 5 %. Übersteigen steuerpflichtige Lieferungen und Einfuhren in den letzten zwölf Monaten 375.000 AED, ist die Registrierung Pflicht; ab der Schwelle von 187.500 AED ist eine freiwillige Registrierung möglich. Kritisch für Agenturen: Läuft das im Kundenauftrag verwaltete Werbebudget über das Agenturkonto, zählt es zum Umsatz und füllt die MwSt-Schwelle deutlich schneller als erwartet. Das Mediabudget über das Kundenkonto abzuwickeln oder vertraglich als durchlaufenden Posten zu definieren entlastet sowohl den Cashflow als auch die Deklaration.
Eine Firmengründung in Dubai beendet die Steuerpflicht im Wohnsitzstaat nicht automatisch. Für Gründer mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland gilt weiterhin die unbeschränkte Steuerpflicht mit dem Welteinkommen. Besonders relevant: Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den VAE ist Ende 2021 ausgelaufen und wurde nicht verlängert – es gibt derzeit kein DBA, das eine Doppelbesteuerung abfedert.
Hinzu kommt die Hinzurechnungsbesteuerung nach dem Außensteuergesetz: Erzielt eine ausländische Gesellschaft, die von in Deutschland Steuerpflichtigen beherrscht wird, passive Einkünfte bei einer Ertragsteuerbelastung unter 15 %, können diese Einkünfte in Deutschland steuerpflichtig werden – der VAE-Satz von 9 % liegt unter dieser Schwelle. Entscheidend ist deshalb, dass die Struktur in Dubai auf einer realen Geschäftstätigkeit beruht: Büro, Personal und Entscheidungsprozesse müssen tatsächlich vor Ort angesiedelt sein. Eine individuelle Analyse vor der Gründung im Rahmen unserer Steuerberatung in Dubai verhindert Strukturen, die sich später nur schwer korrigieren lassen.
Die kritischste Phase nach der Lizenzerteilung ist die Eröffnung des Geschäftskontos. Banken prüfen bei Agenturanträgen die Kundenverträge, die Herkunftsländer der Einnahmen und den beruflichen Hintergrund des Gründers. Ein fertiger Mustervertrag, eine kurze Darstellung des Abrechnungsmodells und eine realistische Umsatzprognose verkürzen den Prozess von Wochen auf Tage.
Die Wahl der Freezone wirkt hier unmittelbar: Adressen mancher Zonen werden von Banken leichter akzeptiert, während bei besonders günstigen Zonen zusätzliche Prüfungen möglich sind. Alternative Strukturen und Kontotypen vergleicht unsere Seite Offshore-Bankkonto in Dubai eröffnen.
Auf der Zahlungsseite sollten Agenturen, die von Auslandskunden einziehen, virtuelle POS- und internationale Zahlungsinfrastruktur bereits in der Lizenzphase planen; eine Abweichung zwischen Tätigkeitscode und der vom Zahlungsdienstleister erwarteten Tätigkeitsbeschreibung gehört zu den häufigsten Ablehnungsgründen.
Agenturarbeit ist Teamarbeit – das Visa-Kontingent ist deshalb der entscheidende Parameter bei der Paketwahl. Freezone-Pakete sehen in der Regel ein bis sechs Visa vor; auf dem Mainland hängt das Kontingent von der Bürofläche ab. Wer mit Remote-Freelancern für Design und Content arbeitet, kommt mit einem günstigen Paket mit niedrigem Kontingent aus; wer ein Team vor Ort aufbaut, fährt mit einem von Anfang an höheren Kontingent günstiger als mit einer späteren Lizenzänderung. Die Abläufe für Mitarbeitervisa beschreibt unsere Seite Arbeits- und Aufenthaltsvisum für Dubai.
Planen die Gründungsgesellschafter einen langfristigen Aufenthalt, lohnt sich für Strukturen, die die Einkommens- und Investitionsschwellen erfüllen, zusätzlich ein Blick auf das Thema Goldenes Visum in Dubai.
Da Kundengeografie, Teamstruktur und Wachstumsplan bei jeder Agentur anders aussehen, funktioniert keine Lösung von der Stange. World Company Setup führt den Prozess von der Festlegung des Tätigkeitsumfangs über den Lizenzantrag, die Medienerlaubnis und die Steuerregistrierungen bis zur Kontoeröffnung unter einem Dach – und übernimmt nach der Gründung auch Buchhaltung und laufende Deklarationen mit demselben Team.
Die in diesem Beitrag genannten Gebühren, Preise und Steuersätze beruhen auf den zum Veröffentlichungszeitpunkt gültigen amtlichen Quellen. Da sich Vorschriften und Freezone-Tarife ändern können, empfiehlt sich vor der Antragstellung eine aktuelle Bestätigung.
Die vielleicht wichtigste Voraussetzung für die Gründung einer Agentur für digitales Marketing ist, dass Sie über fundierte Kenntnisse in diesem Bereich verfügen. Möglicherweise arbeiten Sie bereits in einer Agentur und denken: „Das kann ich auch selbst machen.“ In den meisten Fällen ist dies wahrscheinlich auch der Fall. Jedes Unternehmen hat jedoch seine eigenen Anforderungen, beispielsweise in Bezug auf den Standort, die Kundenfreundlichkeit, die logistische Machbarkeit und die Bankdienstleistungen.
Ist die Akte vollständig, wird die Lizenz in einer Freezone in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen ausgestellt. Auf dem Mainland dauert es länger, weil Handelsname, Erstgenehmigung, Medienerlaubnis und Ejari nacheinander ablaufen. Visum und Emirates ID benötigen nach der Lizenzerteilung zusätzlich einige Wochen.
Für eine Struktur mit einem Gründer und einem Visum liegt das Budget des ersten Jahres je nach Freezone bei etwa 15.000 bis 30.000 AED. Die Lizenzgebühr ist nur ein Teil davon; Establishment Card, Visum, medizinischer Test, Emirates ID und Buchhaltung kommen hinzu. Auf dem Mainland erhöht die Büromiete das Budget deutlich.
Ja. Design und Produktion von Werbung sowie Medien- und Werbeberatung gehören nach dem Medienrecht der VAE zu den lizenzpflichtigen Tätigkeiten. Die Handelslizenz allein genügt nicht; zusätzlich ist die Medienerlaubnis der zuständigen Regulierungsbehörde erforderlich.
Nicht automatisch. Der 0-%-Satz für eine Qualifying Free Zone Person gilt nur für Einkünfte aus qualifizierenden Tätigkeiten, und Marketing sowie Werbung stehen nicht auf dieser Liste. Einnahmen von Mainland- oder Auslandskunden gelten nicht als qualifizierend, sodass der Teil über 375.000 AED mit 9 % besteuert wird.
Übersteigen steuerpflichtige Lieferungen und Einfuhren in den letzten zwölf Monaten 375.000 AED, ist die Registrierung Pflicht; ab 187.500 AED ist sie freiwillig möglich. Läuft das im Kundenauftrag verwaltete Werbebudget über das Agenturkonto, zählt es zum Umsatz und die Schwelle ist früher erreicht als erwartet.
Freezone-Pakete sehen in der Regel ein Kontingent von einem bis sechs Visa vor. Auf dem Mainland hängt das Kontingent von der Fläche des gemieteten Büros ab. Bei geplantem Teamaufbau ist ein von Anfang an höheres Kontingent wirtschaftlicher als eine spätere Lizenzänderung.
Das ist möglich. Bei Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland bleibt die unbeschränkte Steuerpflicht mit dem Welteinkommen bestehen, und das Doppelbesteuerungsabkommen mit den VAE ist Ende 2021 ausgelaufen. Zudem kann die Hinzurechnungsbesteuerung nach dem Außensteuergesetz greifen, weil der VAE-Satz von 9 % unter der 15-%-Schwelle liegt. Eine individuelle Beratung vor der Gründung ist deshalb unerlässlich.
In den meisten Freezone-Paketen reicht ein Flexdesk für Lizenz und Visum aus. Für eine Mainland-Lizenz sind ein physisches Büro und die Ejari-Registrierung erforderlich. Zu beachten ist außerdem, dass manche Banken bei der Kontoeröffnung eine physische Adresse bevorzugen.
Content-Creator, die Werbeinhalte produzieren, benötigen eine gültige Erlaubnis, und von der Agentur wird erwartet, dies zu prüfen. Bei Inhalten ohne Erlaubnis reichen die Sanktionen von der schriftlichen Verwarnung bis zu Bußgeldern von 20.000 und 50.000 AED. Die Angabe der Erlaubnisnummer im Vertrag beseitigt dieses Risiko.
Mit guter Vorbereitung nicht. Banken prüfen Kundenverträge, die Herkunftsländer der Einnahmen und den Hintergrund des Gründers. Wer einen Mustervertrag, das Abrechnungsmodell und eine realistische Umsatzprognose vorlegt, verkürzt den Prozess erheblich. Auch die Reputation der gewählten Freezone bei den Banken beeinflusst das Ergebnis.
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