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Mit seinem territorialen Steuersystem, null Mehrwertsteuer und null Quellensteuer auf Dividenden ist Hongkong eines der attraktivsten Finanzzentren für globale Unternehmer. Um von diesen Vorteilen jedoch tatsächlich zu profitieren, bedarf es korrekter Aufzeichnungen nach den Hong Kong Financial Reporting Standards (HKFRS), der jährlichen gesetzlich vorgeschriebenen unabhängigen Wirtschaftsprüfung und der technischen Dokumentation für die Offshore-Steuerbefreiung. Dieser Leitfaden behandelt alle im Jahr 2026 aktuellen Buchhaltungspflichten, Steuerplanungsmöglichkeiten sowie Entwicklungen von entscheidender Bedeutung für Investoren mit Sitz in der Türkei.
Das territoriale Steuersystem Hongkongs (Territorial Principle of Taxation) beruht auf dem Grundsatz, dass nur innerhalb der Grenzen Hongkongs erzielte Einkünfte besteuert werden. Im Ausland erzielte Einkünfte sind grundsätzlich von der Hongkonger Körperschaftsteuer befreit. Dieses System schafft eine starke Grundlage für die Steuerplanung global tätiger Unternehmen.
Die tatsächliche Nutzung dieses Vorteils hängt jedoch davon ab, dass die Einkunftsquellen korrekt und mit ordnungsgemäßer Dokumentation klassifiziert werden. Nach den Bestimmungen der Inland Revenue Ordinance (IRO) können widersprüchliche oder unvollständige Aufzeichnungen zur Ablehnung von Befreiungsanträgen und zu rückwirkenden Steuerverbindlichkeiten führen.
Die HKFRS (Hong Kong Financial Reporting Standards) stimmen weitgehend mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) überein, enthalten jedoch lokale, hongkongspezifische Anpassungen. Für alle in Hongkong registrierten Unternehmen ist es gesetzlich verpflichtend, ihre Buchhaltung nach diesem Standard zu führen. Nach HKFRS erstellte Jahresabschlüsse
In Hongkong müssen alle registrierten Unternehmen — ob aktiv oder ruhend, profitabel oder verlustbringend — jedes Jahr von einem lizenzierten Hongkonger CPA (Certified Public Accountant — Wirtschaftsprüfer) unabhängig geprüft werden. Diese Pflicht stellt einen grundlegenden Unterschied zur Buchhaltungspraxis vieler anderer Länder dar: In Hongkong genügt die bloße Abgabe einer Steuererklärung nicht.
Der Prüfbericht wird zusammen mit der Körperschaftsteuererklärung (Profits Tax Return) beim Inland Revenue Department eingereicht. Ohne Prüfung wird die Steuererklärung nicht akzeptiert.
Jedes in Hongkong registrierte Unternehmen ist verpflichtet, seine erste Profits Tax Return innerhalb von 18 Monaten nach der Gründung beim Inland Revenue Department einzureichen. Innerhalb dieses Zeitraums gilt:
Das Versäumen der 18-Monats-Frist bedeutet ansteigende Geldstrafen und eine Belastung des Verhältnisses zum IRD.
Die Offshore-Befreiung ist kein Recht, das mit der Gründung des Unternehmens automatisch gewährt wird. Dieser Status, der eine aktive Erklärung, Nachweise und eine jährliche Erneuerung erfordert, bietet bei richtiger Strukturierung die Möglichkeit, die Körperschaftsteuer auf außerhalb Hongkongs erzielte Einkünfte praktisch auf null zu senken.
Wird zwischen dem Hongkonger Unternehmen und einem Unternehmen in der Türkei Handel betrieben, greifen die Verrechnungspreisregeln. Die Preisgestaltung zwischen verbundenen Unternehmen muss den Marktbedingungen entsprechen (Arm's Length Principle — Fremdvergleichsgrundsatz). Ein Verstoß gegen diese Regel:
Das am 30. Januar 2026 in Kraft getretene Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Türkei und Hongkong ist eine Entwicklung, die die steuerliche Effizienz der Hongkonger Unternehmensstruktur für Unternehmer mit Sitz in der Türkei grundlegend verändert. Im Rahmen dieses Abkommens gilt:
Die Auswirkungen des Abkommens auf die Buchhaltungsprozesse machen es erforderlich, die Klassifizierung von Einnahmen und Ausgaben im Einklang mit den DBA-Bestimmungen vorzunehmen. Eine fehlerhafte Klassifizierung kann dazu führen, dass die Abkommensvorteile nicht in Anspruch genommen werden können.
Für Einkünfte, die nicht unter die Offshore-Befreiung fallen, gilt in Hongkong eine zweistufige Körperschaftsteuer:
| Gewinnstufe | Steuersatz | Erläuterung |
|---|---|---|
| Erste 2.000.000 HKD | 8,25 % | KMU-freundlicher ermäßigter Satz |
| Über 2.000.000 HKD | 16,5 % | Regulärer Körperschaftsteuersatz |
| Offshore-Einkünfte | 0 % | Bei genehmigter Offshore-Befreiung |
| Dividendeneinkünfte | 0 % | Keine Quellensteuer |
| Kapitalgewinne | 0 % | Keine Kapitalertragsteuer |
Cloudbasierte Buchhaltungssysteme, die Ihnen von überall auf der Welt Echtzeitzugriff auf Ihre Finanzdaten in Hongkong ermöglichen, arbeiten integriert mit internationalen Plattformen wie XERO und QuickBooks. Diese technologische Infrastruktur:
Unternehmen, die in Hongkong Mitarbeiter beschäftigen, sind verpflichtet, im Rahmen des obligatorischen Vorsorgefonds (MPF — Mandatory Provident Fund) monatlich sowohl den Arbeitgeber- als auch den Arbeitnehmeranteil einzuzahlen. Die MPF-Pflichten:
Der korrekte Aufbau der Buchhaltungsprozesse in Hongkong, die vollständige Erfüllung der jährlichen Statutory-Audit-Pflicht und die nachhaltige Sicherung des Offshore-Befreiungsvorteils erfordern eine systematische Planung bereits ab der Gründungsphase des Unternehmens. World Company Setup bietet Steuerberatung, Buchhaltungsstrukturierung, Steuerplanung und Umstrukturierungsleistungen in strategischen Märkten wie Hongkong, den VAE, Estland, den USA, Singapur und Saudi-Arabien.
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Ja. Jedes in Hongkong registrierte Unternehmen muss, ob aktiv oder nicht, jedes Jahr von einem lizenzierten Hongkonger CPA unabhängig geprüft werden. Der Prüfbericht wird zusammen mit der Profits Tax Return beim IRD eingereicht.
Die Offshore-Befreiung wird nicht automatisch gewährt. Es muss durch den Bericht des Wirtschaftsprüfers und unterstützende Unterlagen nachgewiesen werden, dass die Einkünfte des Unternehmens außerhalb Hongkongs erzielt wurden; in der Steuererklärung muss der "Offshore Claim" angekreuzt werden und die Unterlagen müssen mindestens 7 Jahre aufbewahrt werden.
Die erste Profits Tax Return muss innerhalb von 18 Monaten nach der Gründung beim IRD eingereicht werden. Eine Überschreitung dieser Frist führt zu Geldstrafen.
Ja. Das am 30. Januar 2026 in Kraft getretene Abkommen verhindert die Doppelbesteuerung von Dividenden-, Zins- und Lizenzeinkünften und bietet bedeutende Steuerplanungsmöglichkeiten auf der Achse Türkei-Hongkong.
Die HKFRS stimmen weitgehend mit den IFRS überein, enthalten jedoch lokale, hongkongspezifische Anpassungen. Alle Hongkonger Unternehmen sind verpflichtet, ihre Buchhaltung nach den HKFRS zu führen; dieser Standard schafft Vertrauen bei internationalen Banken und Investoren.
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