Laden in Dubai eröffnen: Kosten, Lizenz und Ablauf

Kostenaufstellung 2026 für Gründer, die einen Einzelhandelsladen in Dubai eröffnen: offizielle DET-Gebühren, Ejari-Registrierung, Handelslizenz, Lebensmittelgenehmigungen, Visa-Kontingent, Miete und Steuern, dazu der Vergleich Mainland gegen Freizone und der vollständige Ablauf.
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Dubai verbindet den Nahen Osten, Afrika und Südasien und bleibt dank Logistikinfrastruktur, hoher Kaufkraft und eines berechenbaren Steuersystems der erste Standort auf der Liste vieler Einzelhandelsinvestoren. Wer einen Laden in Dubai eröffnen möchte, hat es allerdings nicht mit einem einzelnen Vorgang zu tun: Tätigkeitscode, Wahl der Rechtszone, Handelslizenz, Ejari-Registrierung des Mietvertrags, Genehmigungen der Stadtverwaltung, Visa-Kontingent und Firmenkonto greifen ineinander.

Nachfolgend finden Sie die für 2026 veröffentlichten amtlichen Gebühren, realistische Budgetszenarien, Zeitangaben und die regulatorischen Anforderungen, die den Einzelhandel unmittelbar betreffen. Ein Teil der Beträge sind feste, von den Behörden veröffentlichte Gebühren, ein anderer Teil sind beobachtete Marktspannen; beide sind getrennt gekennzeichnet.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was kostet es, einen Laden in Dubai zu eröffnen? (2026)
  2. Mainland oder Freizone? Die richtige Struktur für den Einzelhandel
  3. Welche Lizenz und welche Unterlagen sind erforderlich?
  4. Ablauf Schritt für Schritt und Zeitplan
  5. Ladenmiete und Standortwahl in Dubai
  6. Steuern für Einzelhändler
  7. Ausländisches Eigentum und die Frage nach dem lokalen Partner
  8. Sieben Fehler, die Zeit und Geld kosten
  9. Quellen

Was kostet es, einen Laden in Dubai zu eröffnen? (2026)

Vier Größen bestimmen das Gesamtbudget: Art der Tätigkeit, Rechtszone, Verkaufsfläche und Anzahl der beantragten Visa. Branchen mit zusätzlicher behördlicher Genehmigung wie Lebensmittel, Kosmetik oder Schmuck kommen mit weiteren Gebühren hinzu. Die amtlichen Gebühren sind veröffentlicht und planbar; die eigentliche Schwankung liegt bei Miete, Ladenbau und Personal.

Amtliche Gebühren des Department of Economy and Tourism

Das Department of Economy and Tourism (DET) veröffentlicht die Gebühren für Mainland-Lizenzen einzeln. Die folgenden Beträge stammen aus den offiziellen DET-Serviceseiten und sind keine Marktschätzungen.

Amtliche GebührenpositionBetrag (AED)Hinweis
Erstgenehmigung120Online-Antrag, kurze Bearbeitungszeit
Lizenzregistergebühr600Bei Verlängerung derselbe Betrag
Veröffentlichung des Handelsnamens350Bekanntmachung des reservierten Namens
Ausländischer Handelsname1.000 – 3.000Bei nicht-arabischem Markennamen
Knowledge- und Innovation-Dirham10 + 10Bei jedem Vorgang erhoben
Serviceantragsformular50Je Antrag
Merchant-Lizenz1.070 + 300Nur dieser Lizenztyp; 300 AED Dubai Chamber
Tätigkeit General Trading15.000Bei Verlängerung 3.000 AED
Ejari-Registrierung des Mietvertrags177,75 / 220Dubai-REST-App / Trustee-Center
Eine Zahl richtig lesen: Die häufig zitierte Aussage "die Handelslizenz kostet 1.070 AED" ist irreführend. Diese Position veröffentlicht das DET ausschließlich für die Merchant-Lizenz; sie entspricht nicht den Gesamtkosten einer Einzelhandelslizenz mit Ladenlokal. Der Gesamtbetrag richtet sich nach den gewählten Tätigkeiten und der Rechtsform und wird über das Kalkulationswerkzeug des DET ermittelt.

Budgetszenarien: Kiosk, Ladenlokal und Mall-Store

Dieselbe Lizenz führt in unterschiedlichen Größenordnungen zu sehr unterschiedlichen Gesamtkosten. Die drei Szenarien geben die typische Verteilung aus laufenden Beratungsmandaten wieder und zeigen die Kosten des ersten Jahres. Es handelt sich um Marktspannen, nicht um amtliche Gebühren.

SzenarioTypische FlächeWesentlicher KostentreiberErstes Jahr gesamt (AED)
Kiosk oder Stand5 – 15 m²Miete und Warenbestand60.000 – 160.000
Ladenlokal in Straßenlage40 – 90 m²Miete, Ladenbau, Personal150.000 – 380.000
Store im Einkaufszentrum80 – 200 m²Ladenbau, Kaution, Umsatzmieteab 400.000

Was das Budget tatsächlich bewegt

Mainland oder Freizone? Die richtige Struktur für den Einzelhandel

Die Entscheidung über die Rechtszone steht vor dem Budget, denn sie bestimmt, an wen Ihr Laden verkaufen darf. Im Einzelhandel lautet die entscheidende Frage: Kommt die Kundschaft in den Laden und zahlt an der Kasse, oder erfolgt der Verkauf über Export- und Großhandelskanäle?

KriteriumMainlandFreizoneOffshore
Ausländisches Eigentum100 % bei den meisten Tätigkeiten100 %100 %
Einzelhandel im lokalen MarktDirektInnerhalb der Zone; außerhalb über HändlerNicht zulässig
Laden in Mall oder StraßenlageGeeignetNur innerhalb der ZoneNicht geeignet
Typische NutzungEinzelhandel und DienstleistungenExport, E-Commerce, branchenspezifischVermögen und Holding

Mainland-Lizenz

Die vom DET ausgestellte Mainland-Lizenz erlaubt uneingeschränkten Handel in ganz Dubai und in den gesamten VAE. Für alle, die eine Fläche im Einkaufszentrum oder in Straßenlage betreiben und an der Kasse an Endkunden verkaufen, ist sie die Standardwahl. Im Gegenzug sind eine registrierte physische Adresse und ein Ejari-Eintrag verpflichtend.

Freizonen-Lizenz

Freizonen bieten fertige Pakete, Zollvorteile und branchenspezifische Infrastruktur. Im Einzelhandel beschränkt sich ihre Nutzung auf Showrooms und Outlets innerhalb der Zone; Verkäufe darüber hinaus erfordern einen Mainland-Händler oder eine zusätzliche Vereinbarung. Für E-Commerce-Modelle mit Lagerversand sind sie dagegen eine starke Option. Einen Überblick geben wir in unserem Beitrag zu den Freihandelszonen in Dubai.

Offshore-Strukturen

Offshore-Gesellschaften dienen dem Vermögensschutz und der internationalen Handelsplanung. Sie können innerhalb der VAE kein Ladenlokal betreiben, kein Personal beschäftigen und keinen Einzelhandel betreiben.

Welche Lizenz und welche Unterlagen sind erforderlich?

Für den Einzelhandel wird in der Regel eine Handelslizenz (commercial licence) ausgestellt. Dienstleistungsnahe Tätigkeiten wie Beratung, Design oder Körperpflege fallen unter die Berufslizenz. Im Mainland stellt das DET die Lizenz aus, in der Freizone die jeweilige Zonenbehörde.

Handelslizenz und Wahl des Tätigkeitscodes

Der DET-Katalog umfasst über zweitausend definierte Wirtschaftstätigkeiten. Der Tätigkeitscode ist keine Formalie: Er bestimmt das Visa-Kontingent, die externen Genehmigungen, die Zollbehandlung und die umsatzsteuerliche Einordnung. Bekleidungs- und Kosmetikeinzelhandel sind getrennte Codes, wobei im Kosmetikbereich eine Produktregistrierung hinzukommt. Ein falscher Code bedeutet nach Lizenzerteilung Änderungsgebühren und verlorene Wochen.

Bei Antragstellung angeforderte Unterlagen

Zusatzgenehmigungen für Läden mit Lebensmitteln

Supermärkte, Feinkostgeschäfte, Cafés und ähnliche Lebensmittelbetriebe durchlaufen ein eigenes Verfahren bei der Dubai Municipality. Verlangt werden die Registrierung auf der Plattform Food Watch, ein Lebensmittelsicherheitszertifikat für die verantwortliche Person (Person in Charge) sowie geschultes Personal. Einige von der Stadtverwaltung veröffentlichte Gebühren sind nachstehend aufgeführt.

Art der LebensmittelgenehmigungGebühr (AED)Gültigkeit
Lebensmittelkiosk200max. 1 Jahr
Food Truck160max. 1 Jahr
Verkaufsautomat200max. 1 Jahr
Nicht-halal Lebensmitteltätigkeit2001 Jahr
Produktpromotion7 je Produktmax. 3 Monate

Wenn Ihnen ein Café- oder Restaurantmodell vorschwebt, behandeln wir diesen Weg gesondert im Beitrag Café in Dubai eröffnen.

E-Commerce zum Ladenlokal hinzufügen

Wer neben dem Laden auch online verkaufen will, kann die Tätigkeit E-Commerce der bestehenden Lizenz hinzufügen und alles in einer Gesellschaft bündeln. Das ist schneller und günstiger als eine zweite Firmengründung, bringt jedoch verbraucherschutzrechtliche Pflichten mit sich, darunter einen Vertrag über die Zahlungsabwicklung und eine veröffentlichte Rückgaberegelung.

Ablauf Schritt für Schritt und Zeitplan

Bei vollständigen Unterlagen kann die Lizenz binnen weniger Werktage ausgestellt werden. Den Kalender verlängern die Flächensuche, die Genehmigung des Ladenbaus und die Compliance-Prüfung der Bank. Die folgende Übersicht zeigt den Ablauf eines typischen Mainland-Einzelhandelsvorgangs.

Laden in Dubai eröffnen: 8 Schritte
1Tätigkeit und Struktur1–3 Tage · Tätigkeitscode, Mainland oder Freizone
2Handelsnamen reservieren1–2 Tage · Prüfung nach VAE-Namensregeln
3Erstgenehmigung beantragenAm selben Tag · DET-Erstgenehmigung, 120 AED
4Anmietung und Ejari1–4 Wochen · Flächensuche, Vertrag, Registrierung
5Externe GenehmigungenTätigkeitsabhängig · Municipality, Zivilschutz, Beschilderung
6Erteilung der Handelslizenz2–5 Werktage · Gebühren bezahlt, Lizenz ausgestellt
7Establishment Card und Visa1–3 Wochen · Karte, Kontingent, Emirates ID, Medizincheck
8Bankkonto, MwSt. und Eröffnung2–6 Wochen · Compliance-Prüfung, Kassen- und Zahlungssystem

So funktioniert die Ejari-Registrierung

Ejari ist die Registrierung des Mietvertrags beim Dubai Land Department und in der Praxis Voraussetzung für eine Mainland-Lizenz. Sowohl Mieter als auch Vermieter können sie anstoßen. Über die Dubai-REST-App oder das Portal des Land Department beträgt die Gesamtgebühr 177,75 AED, über ein autorisiertes Trustee-Center 220 AED. Mit einem nicht registrierten Vertrag kommt der Lizenzantrag nicht weiter, weshalb die Registrierung unmittelbar nach Vertragsunterzeichnung starten sollte.

Establishment Card und Visa-Kontingent

Für die Beschäftigung von Personal sind zwei getrennte Karten erforderlich, die häufig verwechselt werden. Die vom Ministerium für Humanressourcen und Emiratisierung (MOHRE) ausgestellte Karte ist zwei Jahre gültig, über die staatlichen Gebühren hinaus fällt kein Entgelt an, die Bewertungsgebühr (Ta'qeem) beträgt 406 AED und die Bearbeitung dauert zwei Werktage. Auf der Einwanderungsseite kostet die Karte der GDRFA Dubai bei Ausstellung und Verlängerung 200 AED zuzüglich Mehrwertsteuer, die jährliche Verwaltungsgebühr liegt bei 100 AED; eine beschleunigte Bearbeitung wird gesondert berechnet.

Kursierende Formeln wie "ein Visum je neun Quadratmeter" sind nicht amtlich. MOHRE legt das Kontingent anhand von Rechtsform, Fläche der Betriebsstätte, übernommenen Projekten und Bedarf gemeinsam fest. Die Personalplanung sollte deshalb vor Unterzeichnung des Mietvertrags abgestimmt werden.

Firmenkonto

Der längste Schritt nach der Lizenz ist meist die Bank. Die Compliance-Abteilungen prüfen die Substanz der Tätigkeit, den Hintergrund der Gesellschafter und das erwartete Transaktionsvolumen; unvollständige oder widersprüchliche Angaben sind der häufigste Ablehnungsgrund. Ein unterzeichneter Mietvertrag, Lieferantenverträge und eine realistische Umsatzprognose verkürzen die Prüfung. Weitere Einzelheiten finden Sie unter Bankkonto in Dubai eröffnen.

Ladenmiete und Standortwahl in Dubai

Die Miete ist die größte Einzelposition im Budget des ersten Jahres, und der Quadratmeterpreis unterscheidet sich in Dubai von Lage zu Lage erheblich. In Einkaufszentren kommen neben der Grundmiete ein Umsatzanteil, eine Servicegebühr für Gemeinschaftsflächen und ein Marketingbeitrag hinzu, die jeweils getrennt berechnet werden; die Kaution entspricht üblicherweise mehreren Monatsmieten. In Straßenlagen dominiert die Grundmiete, dafür bleiben Ladenbau und Beschilderungsgenehmigungen beim Mieter.

Die Nachfrage bleibt kräftig. Marktberichte weisen für Dubais überregionale Einkaufszentren Auslastungsquoten von über 95 Prozent aus, in Premiumlagen steigen die Mieten im Jahresvergleich, und der Modebereich der Dubai Mall zählt inzwischen zu den teuersten Einzelhandelsstandorten der Welt. Praktisch heißt das: Eine gute Fläche zu bekommen ist weniger eine Preis- als eine Wartefrage.

Bei der Standortwahl zählen drei Kriterien: der Tagesverlauf der Frequenz Ihrer Zielgruppe, die Dichte der Wettbewerber in derselben Kategorie und die technische Ausstattung der Fläche. Eine günstige Einheit mit unzureichender Anschlussleistung, schwacher Lüftung oder ohne Lagerfläche frisst die Ersparnis im Ladenbau wieder auf.

Steuern für Einzelhändler

Die VAE haben sich an internationale Steuerstandards angepasst und zugleich ihre unternehmensfreundliche Struktur bewahrt. Für Einzelhändler sind drei Themen relevant: Körperschaftsteuer, Mehrwertsteuer und Einfuhrzoll.

Körperschaftsteuer und Small Business Relief

Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juni 2023 beginnen, beträgt die Körperschaftsteuer 0 Prozent auf zu versteuerndes Einkommen bis 375.000 AED und 9 Prozent darüber. Unternehmen mit einem Jahresumsatz von höchstens 3.000.000 AED können zusätzlich das Small Business Relief in Anspruch nehmen; die Regelung wurde auf Steuerperioden verlängert, die am oder vor dem 31. Dezember 2029 enden. Große multinationale Gruppen unterliegen seit dem 1. Januar 2025 einer inländischen Mindeststeuer von 15 Prozent; ein typischer Einzelhandelsbetrieb mit einem konsolidierten Umsatz unter 750 Millionen Euro fällt nicht darunter.

Mehrwertsteuer

Die Mehrwertsteuer beträgt für die meisten Waren und Dienstleistungen 5 Prozent. Die Registrierung ist verpflichtend, sobald die jährlichen steuerpflichtigen Lieferungen 375.000 AED überschreiten; ab 187.500 AED ist eine freiwillige Registrierung möglich. Im Einzelhandel müssen Belegformate, Rückerstattungen und die Touristen-Mehrwertsteuerrückerstattung von Beginn an korrekt im Kassensystem abgebildet sein.

Einfuhrzoll

Der Standardzollsatz auf in die VAE eingeführte Waren beträgt 5 Prozent des Warenwerts zuzüglich Kosten, Versicherung und Fracht. Für Alkohol und Tabak gelten deutlich höhere Sätze. Da die Mehrwertsteuer auf den zollpflichtigen Wert aufgeschlagen wird, müssen Einzelhändler mit Importware beide Belastungen zusammen in die Kalkulation nehmen.

SteuerSatz / SchwelleGrundlage
Körperschaftsteuer0 % bis 375.000 AED / 9 % darüberBundesdekret-Gesetz Nr. 47/2022
Small Business ReliefJahresumsatz bis 3.000.000 AEDVerlängert bis 31. Dezember 2029
Mehrwertsteuer5 % StandardsatzDie meisten Waren und Dienstleistungen
MwSt.-RegistrierungsschwellePflicht 375.000 / freiwillig 187.500 AEDAuf Basis der Jahreslieferungen
Einfuhrzoll5 % auf den CIF-WertHöher bei Alkohol und Tabak

Registrierungsfristen, Erklärungstermine und Befreiungsvoraussetzungen behandeln wir ausführlich im Beitrag zur Körperschaftsteuer in Dubai.

Aktualitätshinweis: Die Gebühren, Sätze und Schwellenwerte auf dieser Seite wurden mit Stand August 2026 aus offiziellen Quellen zusammengestellt und können sich ändern. Positionen wie die Market Fee der Dubai Municipality werden durch gesonderte Beschlüsse regelmäßig angepasst; bestätigen Sie den aktuellen Stand daher vor Antragstellung bei DET und der VAE-Bundessteuerbehörde.

Ausländisches Eigentum und die Frage nach dem lokalen Partner

Mit der Änderung des Gesetzes über Handelsgesellschaften im Jahr 2020 entfiel die Pflicht, bei Handelsgesellschaften einen emiratischen Mehrheitsgesellschafter oder Agenten zu haben. Heute ist bei mehr als tausend gewerblichen und industriellen Tätigkeiten 100 Prozent ausländisches Eigentum möglich, und der Einzelhandel gehört dazu. Ausgenommen ist allein die vom Kabinett bestimmte Liste der Tätigkeiten mit strategischer Wirkung.

Der lokale Dienstleistungsagent (LSA) ist dennoch nicht vollständig verschwunden. Er kann bei Niederlassungen ausländischer Gesellschaften und bei bestimmten Rechtsformen weiterhin erforderlich sein. Die Aussage, ein lokaler Partner sei nie mehr nötig, greift daher zu kurz; richtig ist, die Lage für den konkreten Tätigkeitscode und die gewählte Rechtsform beim DET zu bestätigen. Einen umfassenden Überblick über die Strukturoptionen bietet unsere Seite zur Unternehmensgründung in Dubai.

Sieben Fehler, die Zeit und Geld kosten

  1. Einen Tätigkeitscode wählen, der nicht zum Verkaufsmodell passt. Groß- und Einzelhandel sind getrennte Codes; eine spätere Änderung kostet Gebühren und Wochen.
  2. Die Lizenz beantragen, bevor der Mietvertrag über Ejari registriert ist. Der Vorgang bleibt an dieser Stelle stehen.
  3. Die Personalstärke ohne bestätigtes Visa-Kontingent planen. Das Kontingent ergibt sich nicht automatisch aus der Fläche.
  4. Das Ladenbaubudget ohne das Design-Handbuch des Einkaufszentrums kalkulieren. Nicht genehmigte Arbeiten müssen neu ausgeführt werden.
  5. Das Bankkonto als letzten Schritt einplanen. Die Compliance-Prüfung kann Wochen dauern und sollte parallel laufen.
  6. Lebensmitteleinzelhandel wie gewöhnlichen Einzelhandel behandeln. Registrierung bei der Municipality, PIC-Zertifikat und Personalschulung sind Pflicht.
  7. Die MwSt.-Registrierungsschwelle nicht überwachen. Eine verspätete Registrierung nach Überschreiten der Schwelle zieht Sanktionen nach sich.

Quellen

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Häufig gestellte Fragen und Antworten

Bei vollständigen Unterlagen wird die Handelslizenz meist in 2 bis 5 Werktagen ausgestellt. Den Gesamtzeitraum bestimmen die Flächensuche und die Ejari-Registrierung (1 bis 4 Wochen), die Ladenbaugenehmigungen sowie die Eröffnung des Firmenkontos (2 bis 6 Wochen). Ein typischer Mainland-Vorgang ist in 4 bis 10 Wochen abgeschlossen.

Die amtlichen DET-Gebühren sind planbar: 120 AED Erstgenehmigung, 600 AED Lizenzregistergebühr, 350 AED Veröffentlichung des Handelsnamens und 177,75 AED für die Ejari-Registrierung. Den Rest bestimmen Miete, Ladenbau und Personal. Realistisch sind im ersten Jahr 60.000 bis 160.000 AED für einen Kiosk, 150.000 bis 380.000 AED für ein Ladenlokal und ab 400.000 AED für einen Store im Einkaufszentrum.

Nein. Mit der Gesetzesänderung von 2020 wurde bei mehr als tausend gewerblichen und industriellen Tätigkeiten 100 Prozent ausländisches Eigentum möglich, und der Einzelhandel gehört dazu. Ausgenommen sind nur Tätigkeiten mit strategischer Wirkung. Ein lokaler Dienstleistungsagent kann bei Niederlassungen ausländischer Gesellschaften und bestimmten Rechtsformen weiterhin erforderlich sein.

Ein mindestens sechs Monate gültiger Reisepass, ein Adressnachweis des Investors, ein genehmigter und VAE-konformer Handelsname, ein biometrisches Foto und für Mainland-Ladenlokale ein über Ejari registrierter Mietvertrag. Je nach Rechtsform kommt ein Gesellschaftsvertrag oder eine LSA-Vereinbarung hinzu.

Wenn Kundinnen und Kunden Ihren Laden betreten und an der Kasse zahlen, benötigen Sie eine Mainland-Lizenz; mit einer Freizonen-Lizenz bleibt der Verkauf auf die Zone beschränkt und erfordert außerhalb einen Händler. Für E-Commerce-Modelle mit Lagerversand bietet die Freizone Kosten- und Geschwindigkeitsvorteile.

Die Körperschaftsteuer beträgt 0 Prozent bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 375.000 AED und 9 Prozent darüber. Unternehmen mit höchstens 3.000.000 AED Jahresumsatz können das Small Business Relief nutzen. Auf die meisten Waren und Dienstleistungen fallen 5 Prozent Mehrwertsteuer an, die Registrierungspflicht beginnt bei 375.000 AED steuerpflichtiger Lieferungen. Importware unterliegt zusätzlich 5 Prozent Einfuhrzoll auf den CIF-Wert.

Ejari ist die Registrierung des Mietvertrags beim Dubai Land Department und in der Praxis Voraussetzung für die Mainland-Handelslizenz. Mieter und Vermieter können sie anstoßen. Über die Dubai-REST-App oder das Portal des Land Department beträgt die Gebühr 177,75 AED, über ein autorisiertes Trustee-Center 220 AED.

Es gibt keine veröffentlichte Formel nach Quadratmetern. MOHRE legt das Kontingent anhand von Rechtsform, Fläche der Betriebsstätte, übernommenen Projekten und Bedarf gemeinsam fest. Die Personalplanung sollte deshalb vor Unterzeichnung des Mietvertrags mit dem Kontingent abgeglichen werden.

Eine Freizonen-Lizenz erlaubt keinen direkten Einzelhandel in einem Einkaufszentrum außerhalb der Zonengrenze. Dafür ist entweder eine Mainland-Lizenz oder die Zusammenarbeit mit einem im Mainland lizenzierten Händler erforderlich.

Ja. Die Dubai Municipality führt ein eigenes Verfahren durch: Registrierung auf der Plattform Food Watch, Lebensmittelsicherheitszertifikat für die verantwortliche Person und geschultes Personal. Es gelten positionsbezogene Gebühren, etwa 200 AED für einen Lebensmittelkiosk und 160 AED für einen Food Truck.

Ja. Die Tätigkeit E-Commerce der bestehenden Handelslizenz hinzuzufügen ist schneller und günstiger als eine zweite Firmengründung. Damit greifen jedoch verbraucherschutzrechtliche Pflichten, darunter ein Vertrag über die Zahlungsabwicklung und eine veröffentlichte Rückgabe- und Umtauschregelung.

Die Establishment Card registriert das Unternehmen als Arbeitgeber, das Arbeitsvisum wird der einzelnen Person erteilt. Die MOHRE-Karte ist zwei Jahre gültig, die Bewertungsgebühr (Ta'qeem) beträgt 406 AED. Auf der Einwanderungsseite kostet die GDRFA-Dubai-Karte 200 AED zuzüglich Mehrwertsteuer, die jährliche Verwaltungsgebühr 100 AED. Ohne diese Karte kann kein Mitarbeitervisum beantragt werden.

Verfasst von Internationaler Finanz- und Unternehmensberater · ·
Rechtliche PrüfungRARabia KahramanRechtsanwalt · Aydın Barosu Reg.-Nr.: 3136Fachanwalt für internationales Handels- und Steuerrecht

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