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Dubai hat sich zu einem der dynamischsten Zentren der Vereinigten Arabischen Emirate für die Beauty- und Körperpflegebranche entwickelt, in dem jedes Jahr Hunderte neuer Marken auf den Markt kommen. Die Rolle als regionales Distributionszentrum, die hohe Kaufkraft der Verbraucher und der stetig wachsende E-Commerce-Sektor machen Dubai zu einem attraktiven Markt für Kosmetikunternehmen. Bevor ein Kosmetikprodukt jedoch in Dubai im Handel oder online verkauft werden darf, muss zunächst das offizielle Zulassungs- und Registrierungsverfahren bei der Dubai Municipality abgeschlossen werden. Dieser Schritt gilt unabhängig davon, ob das Produkt lokal hergestellt, importiert oder ausschließlich online über E-Commerce-Kanäle vertrieben wird. Dieser Leitfaden erläutert auf Basis der aktuellen Praxis 2026, wie die Zulassung für Kosmetikprodukte erlangt wird, welche Dokumente erforderlich sind, aus welchen Phasen der Prozess besteht und welchen Herausforderungen Marken dabei am häufigsten begegnen.
Jedes in Dubai hergestellte, importierte oder vermarktete Kosmetik- und Körperpflegeprodukt wird im Rahmen von Vorschriften bewertet, die dem Schutz der Verbrauchergesundheit dienen. Produkte, die ohne Zulassung auf den Markt gebracht werden, riskieren behördliche Sanktionen und die Rücknahme aus dem Handel. Die offizielle Registrierung bestätigt, dass die Inhaltsstoffliste, die Herstellungsbedingungen und die Etikettinformationen des Produkts den geltenden technischen Vorschriften entsprechen, und stärkt die Glaubwürdigkeit der Marke bei Distributoren, Einzelhändlern und Verbrauchern. Die Registrierungsnummer dient zudem als wichtige Referenz bei der Zollabfertigung und beim Eintritt in große Einzelhandelsketten. Marken, die ohne Zulassung in den Markt eintreten möchten, riskieren sowohl Zeitverlust als auch Reputationsschäden – umso wichtiger ist eine sorgfältige Planung des Prozesses von Anfang an.
Die Registrierung von Kosmetik-, Körperpflege- und ähnlichen Non-Food-Konsumgütern in Dubai erfolgt über Montaji, die von der Dubai Municipality entwickelte digitale Plattform. Montaji ist ein integriertes System, über das Konsumgüter vor ihrem Marktzugang auf Sicherheit geprüft und überwacht werden; Kosmetik-, Körperpflege- und Reinigungsprodukte werden über diese Plattform registriert, während Lebensmittelprodukte über ein separates Portal abgewickelt werden. Um Montaji nutzen zu können, muss ein Unternehmen zunächst ein Geschäftskonto auf dem Unternehmensportal der Dubai Municipality einrichten. Marken, die auch in anderen Emiraten wie Abu Dhabi tätig werden möchten, sollten beachten, dass sie sich gegebenenfalls zusätzlich an die jeweilige Regulierungsbehörde des betreffenden Emirats wenden müssen. Auf föderaler Ebene können ergänzend auch Rahmenwerke von Behörden wie dem Ministerium für Industrie und fortschrittliche Technologie (MoIAT) relevant sein.
Einer der ersten Schritte im Zulassungsprozess ist die korrekte Einordnung des Produkts in eine Kategorie, da diese Wahl direkt bestimmt, welche Dokumente, Inhaltsstoffgrenzen und möglichen Testanforderungen gelten. Kosmetikprodukte werden in Dubai in der Regel folgenden Hauptgruppen zugeordnet:
Die für jede Kategorie erforderlichen Inhaltsstoffangaben müssen gemäß dem internationalen INCI-Benennungsstandard erstellt und durch dem Verwendungszweck entsprechende Sicherheitsdaten belegt werden. Eine falsche Kategoriewahl kann dazu führen, dass der Antrag in einer späteren Phase mit der Aufforderung zu zusätzlichen Unterlagen zurückgesendet wird. Produkte für Kinder oder intensive Hautpflegeprodukte mit direktem Hautkontakt können beispielsweise eine ausführlichere Sicherheitsbewertung erfordern als Standardkategorien.
Bei Anträgen über Montaji wirkt sich die Vollständigkeit der Unterlagen zu Produkt und Unternehmen direkt auf die Geschwindigkeit des Zulassungsprozesses aus. Im Allgemeinen werden folgende Dokumente verlangt:
Es wird empfohlen, Dokumente auf Englisch oder mit beglaubigter Übersetzung einzureichen, damit der Prüfprozess ohne Verzögerung voranschreitet.
Die Angaben auf der Verpackung eines Kosmetikprodukts müssen exakt mit den im technischen Dossier angegebenen Daten übereinstimmen. Produktname, Inhaltsstoffliste, Nettomenge, Herstellungs- und Haltbarkeitsangaben, Angaben zu Hersteller/Importeur sowie Gebrauchsanweisungen und etwaige Warnhinweise müssen gut lesbar auf dem Etikett stehen. Bei Produkten, die an Verbraucher verkauft werden, wird in der Regel auch eine arabische Übersetzung dieser Angaben erwartet. Jede Abweichung zwischen Etikett und technischem Dossier kann zu einer zusätzlichen Prüfung oder zur Ablehnung des Antrags führen.
Das antragstellende Unternehmen muss über eine gültige VAE-Handelslizenz mit einem Tätigkeitscode verfügen, der den Handel mit Kosmetikprodukten abdeckt. Die Lizenzdaten werden bei der Einrichtung des Unternehmenskontos im System überprüft.
Das Unternehmen eröffnet ein Unternehmenskonto auf dem digitalen Serviceportal der Dubai Municipality. Dieses Konto ermöglicht den Zugang zu vielen digitalen Diensten der Behörde, einschließlich Montaji.
Über das Unternehmenskonto meldet sich das Unternehmen im Montaji-Modul an, startet eine neue Produktregistrierung, wählt die Produktkategorie aus und lädt das technische Dossier hoch.
Inhaltsstoffliste, Etikettbilder, Freiverkaufszertifikat und gegebenenfalls Analyseberichte werden vollständig in das System hochgeladen.
Die zuständigen Stellen der Dubai Municipality prüfen den Antrag hinsichtlich Inhaltsstoffkonformität, Etikettgenauigkeit und Einhaltung der Vorschriften; bei fehlenden oder fehlerhaften Angaben wird der Antragsteller zur Nachreichung oder Korrektur aufgefordert.
Nach positivem Abschluss der Prüfung wird das Produkt offiziell registriert und der Marke eine Registrierungs-/Zulassungsnummer zugewiesen. Diese Nummer bestätigt, dass das Produkt rechtmäßig auf dem Dubaier Markt verkauft werden darf, und muss bei Kontrollen vorgelegt werden.
Bei im Ausland hergestellten und nach Dubai importierten Kosmetikprodukten wird zusätzlich zu den Standardanforderungen für lokal hergestellte Produkte ein vom Hersteller oder Exporteur im Herkunftsland ausgestelltes Freiverkaufszertifikat erwartet; zudem müssen die Etiketten englische und, falls erforderlich, arabische Angaben enthalten. Auch das importierende Unternehmen muss über eine gültige VAE-Handelslizenz und ordnungsgemäße Zollunterlagen verfügen, damit der Prozess reibungslos verläuft. Bei Sammelimporten per Container wird die Übereinstimmung zwischen Zollanmeldung und Produktregistrierung geprüft, weshalb es sich empfiehlt, die Logistikplanung mit dem Registrierungsprozess zeitlich abzustimmen.
Unternehmen, die in einer Dubaier Freezone ansässig sind, arbeiten in der Regel mit einem Distributor oder lokalen Dienstleistungsagenten zusammen, um direkt im Festland-Einzelhandel zu verkaufen; das Produkt selbst unterliegt jedoch unabhängig von der Unternehmensstruktur derselben Montaji-Registrierung. Festlandunternehmen (Mainland) hingegen können direkt im lokalen Markt verkaufen, sodass die Distribution nach der Produktregistrierung häufig mit weniger Zwischenschritten erfolgen kann. Die Wahl der passenden Unternehmensstruktur ist eine ebenso strategische Entscheidung wie die Produktzulassung selbst und richtet sich in der Regel nach den geplanten Vertriebskanälen – Einzelhandel, E-Commerce oder Großhandel.
Mit der Erteilung der Zulassung ist der Prozess noch nicht abgeschlossen. Marken sind verpflichtet, Änderungen an Formel oder Etikett des Produkts im System zu melden, im Falle einer Verbraucherbeschwerde oder eines Sicherheitshinweises am Rückrufmechanismus von Montaji mitzuwirken und vor Ablauf der Gültigkeitsdauer einen Verlängerungsantrag zu stellen. Ob Werbe- und Promotionaktivitäten eine gesonderte Genehmigung erfordern, kann je nach Produktkategorie variieren. Marken, die regelmäßige interne Prüfungen zur Aktualität ihrer Registrierungen durchführen, sind in der Regel weniger von plötzlichen Regeländerungen betroffen.
| Phase | Beschreibung |
|---|---|
| Antragsgebühr | Erste Gebührenstufe, die bei Antragstellung im System erhoben wird |
| Zulassungs-/Zertifikatsgebühr | Zweite Gebührenstufe, die nach Genehmigung des Antrags für die Ausstellung des Registrierungszertifikats anfällt |
| Bearbeitungsdauer | Variiert je nach Produktkategorie, Vollständigkeit der Unterlagen und Antragsvolumen |
| Verlängerungsfrist | Regelmäßig erforderlicher Vorgang vor Ablauf der Gültigkeitsdauer der Registrierung |
Wichtiger Hinweis: Die in dieser Tabelle aufgeführten Gebührenpositionen und Prozessphasen dienen lediglich einer allgemeinen Orientierung. Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen wurden mit Stand Juli 2026 zusammengestellt und können sich durch Aktualisierungen der zuständigen Behörden ändern. Wir empfehlen dringend, vor Einreichung Ihres Antrags die aktuellen Gebühren, Sätze und Fristen direkt auf der offiziellen Montaji-Plattform der Dubai Municipality oder der Website der zuständigen Behörde zu überprüfen.
Unserer Erfahrung nach lassen sich die häufigsten Fehler, die den Prozess verzögern, wie folgt zusammenfassen:
World Company Setup bietet Marken, die in produktregulierten Branchen in den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig sind, eine umfassende Beratung – von der Vorbereitung des technischen Dossiers bis zur Begleitung des Antragsverfahrens. Unternehmer, die sich für verwandte regulierte Branchen interessieren, finden möglicherweise auch unsere Beiträge zu den Kosten für die Eröffnung und Lizenzierung eines Schönheitssalons in Dubai und wie man eine Apothekenlizenz in Dubai erhält hilfreich. Um Ihren Prozess gemeinsam mit unserem Team zu planen, können Sie ein Angebot anfordern oder Kontakt mit uns aufnehmen. Unser Team begleitet Sie dabei, die Anforderungen der Dubai Municipality mit Ihrer individuellen Unternehmensstruktur in Einklang zu bringen.

Die Bearbeitungsdauer variiert je nach Produktkategorie, Vollständigkeit der eingereichten Unterlagen und Antragsvolumen. Wir empfehlen, den aktuellen Zeitplan auf der offiziellen Montaji-Plattform der Dubai Municipality zu prüfen.
Montaji ist die offizielle digitale Plattform der Dubai Municipality, über die Non-Food-Konsumgüter wie Kosmetik-, Körperpflege- und Reinigungsprodukte vor ihrem Marktzugang registriert und geprüft werden.
In der Regel werden eine gültige VAE-Handelslizenz, Etikettbilder des Produkts, eine Inhaltsstoffliste im INCI-Format, ein Freiverkaufszertifikat und bei Bedarf ein Analysebericht verlangt. Je nach Produktkategorie können weitere Dokumente erforderlich sein.
Ja. Für importierte Produkte ist ein vom Hersteller im Herkunftsland ausgestelltes Freiverkaufszertifikat erforderlich, und die Etiketten müssen englische sowie gegebenenfalls arabische Angaben enthalten. Auch das importierende Unternehmen benötigt eine gültige VAE-Handelslizenz.
Ja, das Produkt selbst unterliegt unabhängig davon, ob das Unternehmen in einer Freezone oder auf dem Festland ansässig ist, derselben Montaji-Registrierung. Freezone-Unternehmen benötigen jedoch in der Regel einen Distributor oder lokalen Dienstleistungsagenten für den direkten Verkauf auf dem Festland.
Ja, Produktregistrierungen haben eine Gültigkeitsdauer, und vor deren Ablauf muss ein Verlängerungsantrag gestellt werden. Auch Änderungen an Formel oder Etikett müssen dem System gemeldet werden.
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