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Asiens zwei Finanzmetropolen, Hongkong und Singapur, zählen zu den gefragtesten Standorten der digitalen Vermögenswelt. Mit klaren regulatorischen Rahmenbedingungen, einer robusten Bankeninfrastruktur und für internationale Investoren offenen Ökosystemen bieten beide Zentren ernstzunehmende Chancen für Krypto-Unternehmen. In diesem Leitfaden vergleichen wir auf Basis aktueller offizieller Quellen die Lizenztypen, die Schritte der Firmengründung, die Steuervorteile und die wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Rechtsräumen.
Hongkong und Singapur bilden das Herz der Kapitalmärkte im asiatisch-pazifischen Raum. Beide Zentren bieten ein berechenbares Rechtssystem, das auf dem englischen Common Law beruht, niedrige und wettbewerbsfähige Steuersätze, fortschrittliche Bankennetzwerke und für internationale Investoren offene Strukturen. Für Krypto- und Blockchain-Unternehmen ist der entscheidende Unterschied die regulatorische Klarheit: Beide Rechtsräume haben digitale Vermögensaktivitäten an bestimmte Lizenzregime gebunden und stärken so sowohl das Vertrauen der Investoren als auch die unternehmerische Reputation.
Hongkong dient als direktes Tor zum chinesischen Festland und zum weiteren asiatischen Markt, während sich Singapur als Fintech-Drehscheibe Südostasiens positioniert. Die Wahl des richtigen Zentrums für ein Krypto-Unternehmen hängt vom Zielmarkt, vom Produkttyp (Börse, Verwahrung, Zahlungen, Token-Emission) und von der Wachstumsstrategie ab.
In Hongkong werden Aktivitäten mit virtuellen Vermögenswerten von der Securities and Futures Commission (SFC) reguliert. Das für virtuelle Handelsplattformen geschaffene Lizenzregime VATP (Virtual Asset Trading Platform) ist für Unternehmen, die Börsendienstleistungen anbieten, verpflichtend. Die SFC handelt nach dem Grundsatz „gleiche Aktivität, gleiches Risiko, gleiche Regulierung" und stellt den Anlegerschutz in den Mittelpunkt.
Gemäß dem VATP Licensing Handbook der SFC wird von Plattformen die sichere Verwahrung von Kundenvermögen, starke Verfahren zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML/CFT), Cybersicherheitsstandards und ein qualifiziertes Management-Team erwartet. In den Jahren 2025–2026 hat die SFC ihre „ASPIRe"-Roadmap sowie neue Rahmenwerke für Krypto-Derivate und Perpetual-Kontrakte weiterentwickelt.
Alle Plattformen, die der Öffentlichkeit in Hongkong den Handel mit virtuellen Vermögenswerten anbieten, unterliegen der VATP-Lizenz. Zusätzliche Aktivitäten wie Verwahrung, Vermittlung und Fondsverwaltung können auch die entsprechenden Lizenztypen der SFC (z. B. Type 1 und Type 9) erfordern.
In Singapur ist die Monetary Authority of Singapore (MAS) die Regulierungsbehörde für Krypto-Aktivitäten. Der zentrale rechtliche Rahmen ist der Payment Services Act (PS Act), der am 28. Januar 2020 in Kraft trat. Nach diesem Gesetz reguliert die MAS sieben Arten von Zahlungsdiensten; die entscheidende Kategorie für Krypto-Unternehmen ist der Digital Payment Token (DPT) Service.
Nach dem PS Act können Unternehmen je nach Transaktionsvolumen unterschiedliche Lizenzkategorien beantragen (zum Beispiel Standard Payment Institution und Major Payment Institution). Darüber hinaus veröffentlichte die MAS am 30. Mai 2025 Leitlinien zum Lizenzrahmen für Digital Token Service Provider (DTSP) im Rahmen des Financial Services and Markets Act (FSMA) und bezog damit auch Anbieter digitaler Token ein, die ausländische Märkte bedienen.
Unternehmen, die DPT-Dienstleistungen anbieten, müssen die AML/CFT-Vorschriften vollständig einhalten, Kundenvermögen schützen und die Marketingbeschränkungen der MAS gegenüber Privatanlegern beachten. Die MAS erwartet ausdrücklich, dass Dienstleistungen für digitale Zahlungstoken nicht aggressiv in der Öffentlichkeit beworben werden.
Das Steuerregime ist einer der entscheidenden Faktoren bei der Standortwahl. Die folgende Tabelle fasst die grundlegende Körperschaftsteuerstruktur der beiden Zentren zusammen.
| Kriterium | Hongkong | Singapur |
|---|---|---|
| Körperschaftsteuer | Zweistufig: 8,25 % auf die ersten 2 Mio. HKD Gewinn; 16,5 % darüber | 17 % (effektiver Satz kann mit neuen Start-up-Befreiungen sinken) |
| Kapitalertragsteuer | Keine | Keine |
| Krypto-Regulierer | SFC (VATP-Regime) | MAS (PS Act – DPT / FSMA – DTSP) |
| Steuersystem | Territorial | Territorial + Befreiungen für Auslandseinkünfte |
In beiden Zentren kombiniert die Gründung eines krypto-fokussierten Unternehmens die standardmäßige Firmenregistrierung mit einem Lizenzierungsprozess. Der allgemeine Ablauf ist wie folgt:
Für Unternehmen, die international skalieren möchten und Wert auf institutionelle Investoren und Bankbeziehungen legen, bieten beide Zentren eine solide Grundlage. Die Wahl des richtigen Zentrums ist hinsichtlich langfristiger Kosten und Reputation entscheidend.
Hongkong überzeugt durch den Zugang zu China und Nordostasien sowie durch seine starke Kapitalmarktinfrastruktur. Singapur bietet Vorteile in Bezug auf sein Fintech-Ökosystem, seine rechtliche Stabilität und sein Tor nach Südostasien. Die Entscheidung sollte von Ihrem Zielmarkt, Ihrem Produktmodell und Ihren regulatorischen Präferenzen geprägt sein. Ein fundierter Machbarkeits- und Beratungsprozess verdeutlicht diese Wahl.
Für umfassende Unterstützung bei der Gründung eines Krypto-Unternehmens können Sie mit uns Kontakt aufnehmen oder schnell ein kostenloses Angebot anfordern.
Plattformen, die der Öffentlichkeit den Handel mit virtuellen Vermögenswerten anbieten, unterliegen dem VATP-Lizenzregime der SFC. Aktivitäten wie Verwahrung, Vermittlung und Fondsverwaltung können zusätzliche SFC-Lizenzen erfordern.
Krypto-Unternehmen beantragen die Lizenz für Digital Payment Token (DPT) Services nach dem Payment Services Act. Seit dem 30. Mai 2025 deckt das DTSP-Rahmenwerk nach dem FSMA auch Anbieter ab, die ausländische Märkte bedienen.
Hongkong wendet ein zweistufiges System an: 8,25 % auf die ersten 2 Mio. HKD Gewinn und 16,5 % darüber. Die Standard-Körperschaftsteuer in Singapur beträgt 17 %, wobei Start-up-Befreiungen den effektiven Satz senken können. Sätze können sich ändern; bitte aus offiziellen Quellen prüfen.
Weder Hongkong noch Singapur erheben eine allgemeine Kapitalertragsteuer. Einkünfte mit Handelscharakter können jedoch der Körperschaftsteuer unterliegen; eine fallbezogene professionelle Beurteilung ist wichtig.
Hongkong ist beim Zugang zu China und Nordostasien vorteilhaft, während Singapur bei seinem Fintech-Ökosystem und als Tor nach Südostasien überzeugt. Die richtige Wahl hängt von Zielmarkt, Produktmodell und regulatorischen Präferenzen ab.
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