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Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) setzen die AML- (Anti Money Laundering) und UBO- (Beneficial Owner) Vorschriften konsequent um, um die finanzielle Transparenz zu erhöhen und die Einhaltung internationaler Standards zu gewährleisten. Am 23. Februar 2024 wurden die VAE offiziell von der Liste der verstärkt überwachten Länder ("graue Liste") der Financial Action Task Force (FATF) gestrichen – ein Meilenstein, der die internationale Anerkennung der AML/CFT-Reformen des Landes widerspiegelt. Die Beibehaltung dieses Status hängt jedoch davon ab, dass einzelne Unternehmen ihre eigenen Compliance-Pflichten weiterhin erfüllen. In diesem Zusammenhang legen die Beschlüsse Nr. 10 von 2019 und Nr. 109 von 2023 des Ministerrats der VAE die Regeln fest, die Unternehmen einhalten müssen, um zu prüfen, ob sie ihren Verpflichtungen zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung nachkommen.
Vor der Prüfung sollte ein Unternehmen sein eigenes Risikoprofil (Kundentyp, Transaktionsvolumen, Branche) bewerten und fehlende Unterlagen vervollständigen.
Dokumente wie Gewerbeschein, UBO-Register, Kontoauszüge und Jahresabschlüsse werden zusammengestellt und auf Konsistenz geprüft.
Das zuständige Prüfungsteam prüft die Unterlagen; werden Mängel festgestellt, wird zusätzliche Information vom Unternehmen angefordert. Am Ende des Prozesses werden ein Compliance-Bericht und, falls erforderlich, ein Maßnahmenplan erstellt.
Unternehmen müssen die folgenden Dokumente vollständig im PDF-Format vorlegen:
Die AML-Vorschriften in den VAE sind nicht nur auf Bundesgesetze beschränkt. Verschiedene Finanz- und Regionalbehörden im Land veröffentlichen sektorspezifische Richtlinien und Rundschreiben, um die Umsetzung zu präzisieren. Die wichtigsten Regulierungsbehörden sind:
Zentralbank der VAE (CBUAE): Zuständig für Banken, Wechselstuben und Finanzinstitute.
Finanzdienstleistungsbehörde von Dubai (DFSA): Überwacht die AML-Compliance-Prozesse der Finanzinstitute im Dubai International Financial Centre (DIFC).
Abu Dhabi Global Market (ADGM) – Finanzdienstleistungsaufsichtsbehörde (FSRA): Wendet geltende Richtlinien und Kontrollen für alle lizenzierten Unternehmen im ADGM-Gebiet an.
| Leistung | Geschätzte Kosten (AED) |
|---|---|
| Erstellung der Unterlagen (Outsourcing) | 1.000 – 5.000 AED |
| Prüfung der Finanzberichte | 3.000 – 15.000 AED |
| Rechtsberatung (falls erforderlich) | 2.000 – 10.000 AED |
| Strafrisiko bei Verspätung | 10.000 AED und mehr |
Aktualitätshinweis: Die oben genannten Beträge sind Schätzwerte mit Stand Juli 2026 und können je nach Unternehmensgröße, Transaktionsvolumen und Nutzung externer Dienstleister variieren. Wir empfehlen, aktuelle Sätze direkt auf den Webseiten der zuständigen Behörden zu prüfen.
Anti-Geldwäsche (AML) bezeichnet Vorschriften, die verhindern sollen, dass illegal erworbene Gelder in das Finanzsystem gelangen.
Die Identifizierung der tatsächlichen Personen hinter einem Unternehmen ist für Transparenz und Sicherheit zwingend erforderlich. Verborgene Eigentumsstrukturen können schwerwiegende Strafen nach sich ziehen.
Sind die Unterlagen vollständig und bereit, kann der Prozess innerhalb weniger Tage abgeschlossen werden. Bei Mängeln kann sich die Dauer verlängern.
Eine Person gilt als UBO, wenn sie direkt oder indirekt 25 % oder mehr der Anteile an einem Unternehmen hält; dies muss offengelegt werden.
Die Financial Action Task Force (FATF) ist die führende Organisation, daneben prägen auch das Basel Institute on Governance und die Egmont Group die globalen AML-Standards.
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