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Dubai verbindet 100 % ausländisches Eigentum, ein wettbewerbsfähiges Steuerregime und eine Logistikinfrastruktur von Weltrang – deshalb zählt der Standort weiterhin zu den meistgenutzten Gründungsdrehscheiben am Golf. In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind über 45 Freezones aktiv: einige liegen im Emirat Dubai selbst, andere in Nachbaremiraten in rund einer Autostunde Entfernung. Der folgende Vergleich ordnet acht davon nach Lizenztyp, Visa-Kontingent, Kostenstruktur und Branchenfokus ein – mit Stand August 2026.
Seit der Einführung von 5 % Mehrwertsteuer 2018 und der Körperschaftsteuer ab 2023 haben sich die VAE an internationale Steuerstandards angepasst, ohne den Freezone-Gesellschaften ihre wesentlichen Vorteile zu nehmen. Geändert hat sich die Faustformel: „Freezone gleich null Steuern" trifft nicht mehr zu. Der Nullsatz hängt heute davon ab, ob die Voraussetzungen als Qualifying Free Zone Person (QFZP) erfüllt sind.
Eine Freezone ist ein Wirtschaftsgebiet mit eigener Regulierungsbehörde (Free Zone Authority, FZA) sowie zoll- und steuerrechtlichen Privilegien. Dort gegründete Gesellschaften arbeiten vollständig in ausländischem Eigentum ohne lokalen Partner, transferieren Gewinne uneingeschränkt ins Ausland und durchlaufen ein deutlich vereinfachtes Gründungsverfahren.
Jede Freezone setzt eigene Branchenschwerpunkte: die eine auf Logistik, die nächste auf Medien, eine weitere auf Rohstoffhandel. Die Tätigkeit der richtigen Zone zuzuordnen ist deshalb die erste und folgenreichste Entscheidung. Dubais Lage – annähernd gleich weit von europäischen, asiatischen und afrikanischen Märkten entfernt – erschließt drei Kontinente von einem einzigen Standort aus.
Der schärfste Unterschied zur Mainland-Gesellschaft betrifft den Absatzmarkt. Wer als Freezone-Gesellschaft direkt auf dem VAE-Festland verkaufen will, benötigt in der Regel einen lokalen Distributor oder Handelsvertreter oder eröffnet eine Mainland-Niederlassung; Waren, die auf das Festland gelangen, gelten als Import und unterliegen Zoll. Wer das bereits bei der Modellplanung berücksichtigt, vermeidet spätere operative Einschränkungen.
Die wichtigsten Vorteile der Freezones in und um Dubai:
Ob diese Vorteile vollständig greifen, hängt von der Kombination aus Zone und Lizenz ab. Für die Planung erhalten Sie über unser Beratungsteam ein unverbindliches Angebot.
Die gewählte Zone bestimmt sowohl die langfristige Kostenbasis als auch den operativen Alltag. Sechs Kriterien entscheiden den Großteil.
Keine Freezone erlaubt jede gewerbliche Tätigkeit. Manche vergeben keine Industrielizenz, andere bieten keine Lagerflächen. Ihre Tätigkeit muss in die Lizenzkategorien fallen, die die Zone tatsächlich erteilt. Die Hauptkategorien sind Handel, Dienstleistung, Industrie, E-Commerce und Medien. Das nachträgliche Hinzufügen einer Tätigkeit ist meist gebührenpflichtig – eine Aktivitätenliste, die den Mittelfristplan bereits abdeckt, ist im Erstantrag günstiger.
Die Mindestkapitalregeln unterscheiden sich je Zone. Manche erlauben die Gründung mit einem symbolischen Betrag, andere erwarten eine höhere Zusage. In den meisten Freezones muss das Kapital nicht tatsächlich auf einem Konto gesperrt werden; eine Erklärung genügt. Lassen Sie sich den aktuellen Betrag vor Antragstellung schriftlich von der Zonenbehörde bestätigen.
Virtuelles Büro, Flexi-Desk, physisches Büro oder Lagerfläche stehen je nach Zone zur Verfügung. Die angemietete Fläche bestimmt in der Regel, wie viele Visa Sie erhalten. Flexi-Desk-Lösungen halten die Anfangskosten niedrig; mit wachsendem Team wird der Umzug in ein physisches Büro unvermeidlich.
Ohne physisches Büro weisen die meisten Zonen nur eine begrenzte Zahl an Visa je Gesellschaft zu; mehr Visa erfordern mehr Fläche. Da die Quadratmeterzahl das Maximum für Gesellschafter und Beschäftigte zusammen festlegt, lohnt sich eine Personalplanung über drei Jahre. Auch das Sponsoring von Familienangehörigen zählt auf dasselbe Kontingent.
Import-Export-Unternehmen brauchen Hafennähe, Dienstleistungs- und Technologiefirmen den Zugang zu Flughafen und Innenstadt. Zonen in den nördlichen Emiraten sind meist günstiger, kosten dafür aber Fahrzeit für Kundentermine und Behördengänge. Beide Größen gehören gemeinsam in die Rechnung.
Das Ansehen einer Zone wirkt sich unmittelbar auf die Eröffnung des Geschäftskontos aus. Gesellschaften aus etablierten, streng beaufsichtigten Zonen kommen bei Banken schneller voran; bei sehr günstigen Zonen werden häufig zusätzliche Unterlagen und ein ausführlicherer Businessplan verlangt. Die Kontoeröffnung läuft getrennt vom Lizenzverfahren und beansprucht meist mehrere Wochen Unterlagenaustausch.
Die folgenden acht Zonen bedienen unterschiedliche Branchen und Budgets und tauchen in internationalen Anträgen am häufigsten auf. Die ersten drei liegen im Emirat Dubai; die übrigen befinden sich in Nachbaremiraten, rund 45 bis 90 Autominuten entfernt, und bieten dafür einen Kostenvorteil.
Mit direktem Zugang zum Hafen Jebel Ali und zum Al Maktoum International Airport verkürzt JAFZA über sein eigenständiges Zollgebiet Abfertigungszeit und -kosten. Die Lage neben einem der größten Häfen des Nahen Ostens macht die Zone zur naheliegenden Wahl für Schifffahrt, Industrie und volumenstarken Handel. JAFZA setzt allerdings eine physische Betriebsstätte voraus, sodass das realistische Erstjahresbudget deutlich über der ausgewiesenen Lizenzgebühr liegt.
Verfügbar sind Handels-, Logistik-, Dienstleistungs- und Industrielizenzen. Geeignet für Lagerhaltung, Schwerindustrie und Exportbetriebe mit hohem Containeraufkommen.
Über zwei Metrostationen und eine Hauptverkehrsachse erschlossen, deckt DMCC vom klassischen Rohstoffhandel über professionelle Dienstleistungen bis zum Handel mit digitalen Vermögenswerten ein breites Spektrum ab. Mehrere Tätigkeiten derselben Gruppe lassen sich unter einer Lizenz bündeln; in Jumeirah Lake Towers sind auch Einzelhandel, Gesundheits- und Gastronomiebetriebe möglich.
Stark bei Rohstoffhandel, Beratung und Finanzdienstleistungen. Die hohe Anerkennung bei Banken erleichtert die Kontoeröffnung spürbar.
IFZA überzeugt durch eine transparente Paketstruktur und wettbewerbsfähige Preise und lässt ein breites Tätigkeitsspektrum zu, allen voran Beratung und Handel. Der Standort in Dubai Silicon Oasis ist der ausgewogene Mittelweg für Gründer, die eine Dubai-Adresse wollen, aber kein DMCC-Budget haben.
Passend für Beratung, Software, E-Commerce und allgemeinen Handel. Häufige erste Wahl für KMU und Erstgründungen in den VAE.
Die Zone konzentriert sich auf gehobene professionelle Dienstleistungen und deckt Medien, Bildung, Informationstechnologie, Werbung, Verlagswesen, Eventmanagement und Ingenieurleistungen ab. Die Lage an der Küste des Indischen Ozeans bedeutet niedrigere laufende Kosten als in Dubai.
Gut geeignet für Freelancer, Kreativberufe und ortsunabhängige Berater.
Das 2017 gegründete Shams ist eine moderne Zone für Medien und innovative Geschäftsmodelle. Sie unterstützt über 120 Tätigkeitsarten – darunter Handel, professionelle Dienstleistungen und Holdingstrukturen – und erlaubt mehrere Tätigkeiten unter einer Lizenz.
Passend für digitale Gründer, Content-Produzenten und Geschäftsmodelle, die mit kleinem Startbudget getestet werden.
Die erste Freezone weltweit, die ausschließlich Druck und Verlagswesen gewidmet ist. Möblierte Büros, Ladenflächen und Lager sind anmietbar. Die Zone untersteht der Sharjah Book Authority, bietet branchenspezifische Anreize und eine Dual-Lizenz-Option.
Erste Adresse für Verlage, Druckereien, digitales Publishing und Anbieter von Bildungsinhalten.
Als eine der am schnellsten wachsenden Freezone-Gruppen der VAE nimmt RAKEZ gewerbliche, dienstleistende und freiberufliche Tätigkeiten auf, bearbeitet Visa zügig und bietet kostengünstige Bürolösungen. Ein Unternehmen kann Lizenzen für mehrere Geschäftsfelder halten.
Bekannt für wettbewerbsfähige Pakete in Fertigung, Leichtindustrie und Lagerhaltung; Industrieflächen und Lager sind deutlich günstiger als in Dubai.
Nahe an großen Häfen und rund 40 Minuten von internationalen Flughäfen entfernt, bietet UAQ ein breites Tätigkeitsspektrum von Freelancing über Beratung bis zu E-Commerce, Großhandel und Fertigung – bei niedrigen Betriebskosten. Die Zone gehört zu den wenigen Behörden, die ihre Paketpreise offen auf der eigenen Website veröffentlichen, was die Budgetierung erleichtert.
Gut geeignet für IT, Forschung und Entwicklung, E-Commerce und kleinvolumigen Handel.
| Freezone | Branchenfokus | Zentraler Vorteil | Emirat / Lage | Kostenniveau |
|---|---|---|---|---|
| JAFZA | Logistik, Industrie, Handel | Eigenes Zollgebiet | Dubai – Hafen Jebel Ali | Premium |
| DMCC | Rohstoffe, Dienstleistung, Finanzen | Mehrere Tätigkeiten, eine Lizenz | Dubai – JLT | Premium |
| IFZA | Beratung, Handel, Software | Transparente Pakete | Dubai – Silicon Oasis | Mittelfeld |
| Fujairah CC | Medien, Bildung, IT | Breite an Dienstleistungen | Fujairah | Günstig |
| Shams | Medien, Handel, Holding | 120+ Tätigkeitsarten | Sharjah | Günstig |
| SPCFZ | Verlagswesen, Druck | Branchenspezifische Anreize | Sharjah | Günstig |
| RAKEZ | Handel, Industrie, Dienstleistung | Lager- und Produktionsflächen | Ras Al Khaimah | Günstig |
| UAQ FTZ | E-Commerce, F&E, IT | Veröffentlichte Preisliste | Umm Al Quwain | Günstig |
Die meisten Freezones veröffentlichen keine aktuelle Preisliste. Die Preise werden fallweise nach Zahl der Tätigkeiten, Visa und Bürotyp angeboten – deshalb führt eine Budgetierung anhand einer einzelnen im Netz gefundenen „Gründungsgebühr" in die Irre. Sinnvoll ist es, die Bestandteile der Gesamtkosten des ersten Jahres einzeln aufzulisten.
| Kostenposition | Turnus | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Lizenzgebühr | jährlich | Steigt mit der Zahl der Tätigkeiten |
| Registrierungs- bzw. Gründungsgebühr | einmalig | Je nach Gesellschaftsform unterschiedlich |
| Büro- oder Flexi-Desk-Miete | jährlich | Bestimmt unmittelbar das Visa-Kontingent |
| Establishment Card | jährlich | Für die Visabearbeitung zwingend |
| Aufenthaltsvisum (je Person) | alle 2–3 Jahre | Inklusive Gesundheitscheck und Emirates ID |
| Krankenversicherung | jährlich | Gesetzliche Pflicht für Visainhaber |
| Buchhaltung und Prüfung | jährlich | Für den QFZP-Status sind geprüfte Abschlüsse nötig |
| Verlängerung | jährlich | Erstjahresaktionen gelten im zweiten Jahr oft nicht mehr |
Der häufigste Budgetfehler besteht darin, nur die Lizenzgebühr zu betrachten und Establishment Card, Visa, Versicherung und Buchhaltung auszuklammern. Wer mit einem Aktionspreis startet, findet die Verlängerungsrechnung im zweiten Jahr oft höher als erwartet vor. Zonenbezogene Richtwerte finden Sie in unserem Beitrag zu den günstigsten Freezones in Dubai.
Diese Entscheidung betrifft weniger die Steuer als den Marktzugang. Sitzen Ihre Kunden überwiegend außerhalb der VAE, passt die Freezone; sind es Unternehmen in den VAE, öffentliche Ausschreibungen oder Endverbraucher, führt der Weg zum Mainland.
| Vergleich | Freezone | Mainland |
|---|---|---|
| Ausländisches Eigentum | 100 % | Bei den meisten Tätigkeiten 100 % |
| Direktverkauf in den VAE | Distributor oder Niederlassung nötig | Uneingeschränkt |
| Büropflicht | Flexi-Desk kann genügen | Physisches Büro und Ejari erforderlich |
| Visa-Kontingent | An die Fläche gebunden, begrenzt | An die Fläche gebunden, flexibler |
| 0 % Körperschaftsteuer möglich | Unter QFZP-Voraussetzungen | Nein (Freibetrag 375.000 AED gilt) |
Unser ausführlicher Vergleich von Mainland und Freezone in Dubai arbeitet die Entscheidung anhand praktischer Beispiele durch. Wer den Standort zusätzlich unter Renditegesichtspunkten prüfen möchte, findet in unserem Überblick zu den besten Investitionsmöglichkeiten in Dubai weitere Anhaltspunkte.
Die Körperschaftsteuer der VAE gilt nach Federal Decree-Law Nr. 47 von 2022 für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juni 2023 beginnen. Die geltenden Sätze im Überblick:
| Steuerart | Satz | Erläuterung |
|---|---|---|
| Körperschaftsteuer | 0 % / 9 % | 0 % bis 375.000 AED; darüber 9 % |
| Qualifizierte Freezone-Erträge | 0 % | Bei Erfüllung der QFZP-Voraussetzungen |
| Mehrwertsteuer | 5 % | Pflichtregistrierung ab 375.000 AED, freiwillig ab 187.500 AED |
| Domestic Minimum Top-up Tax | 15 % | Für multinationale Gruppen ab 750 Mio. EUR Konzernumsatz |
Die Registrierung in einer Freezone allein bringt den Nullsatz nicht. Der QFZP-Status verlangt ausreichende Substanz und Personal in der Zone, Erträge aus qualifizierten Tätigkeiten, Einhaltung der Verrechnungspreisvorschriften und geprüfte Jahresabschlüsse. Die aktuelle Liste der qualifizierten und ausgeschlossenen Tätigkeiten ergibt sich aus der Ministerial Decision Nr. 229 von 2025.
Entscheidend ist die De-minimis-Regel: Übersteigen die nicht qualifizierten Erträge 5 % des Gesamtumsatzes oder 5.000.000 AED – je nachdem, welcher Wert niedriger ist –, entfällt der QFZP-Status und die Gesellschaft wird mit 9 % auf sämtliche Erträge besteuert. Auch die Small Business Relief steht QFZPs nicht offen; sie ist auf 3.000.000 AED Umsatz begrenzt und gilt für Steuerperioden, die am oder vor dem 31. Dezember 2026 enden.
Die Voraussetzungen und ihre praktische Anwendung behandeln wir im Beitrag zur QFZP und 0 % Körperschaftsteuer.
Wichtiger Hinweis: Die Sätze und Beträge auf dieser Seite entsprechen dem Stand August 2026 und können sich ändern. Bitte gleichen Sie sie vor einer Entscheidung mit der Federal Tax Authority und der zuständigen Freezone-Behörde ab.
In der richtigen Reihenfolge folgt der Ablauf einem planbaren Zeitplan:
Von natürlichen Personen werden Passkopie, Lichtbild, Adressnachweis und ein etwaiges bestehendes VAE-Visum verlangt. Bei einem Gesellschafter in Form einer juristischen Person sind beglaubigte und apostillierte Kopien von Gesellschaftsvertrag und Satzung, Gewerbelizenz, Bestandsbescheinigung sowie ein Beschluss des zuständigen Organs einzureichen. Vollständige Unterlagen sind der wichtigste Hebel, um die Gründungsdauer zu verkürzen.
Da vollständiges Eigentum unabhängig von der Staatsangehörigkeit möglich ist, wird in der Freezone kein lokaler Gesellschafter aus den VAE benötigt. Die Niederlassung wird meist gewählt, wenn eine bestehende ausländische Gesellschaft ihre Referenzen und Historie in die VAE mitnehmen möchte.
Die Wahl ergibt sich aus Tätigkeit, Budget, Visabedarf und Infrastrukturanforderungen. JAFZA führt bei containerlastiger Logistik, DMCC bei Rohstoffhandel und Bankreputation, IFZA bei ausgewogenem Budget mit Dubai-Adresse, Shams, RAKEZ und UAQ beim niedrigen Einstiegspreis, SPCFZ im Verlagswesen und Fujairah Creative City bei kreativen Dienstleistungen.
Holen Sie vor der Entscheidung vergleichbare Angebote von mindestens zwei bis drei Zonen zu identischen Bedingungen ein – gleiche Anzahl Tätigkeiten, gleiche Visazahl, gleicher Bürotyp. Damit werden sowohl der Preis als auch die Verlängerungslast im zweiten Jahr sichtbar. Die Zusammenarbeit mit einer regulatorisch versierten Beratung zahlt sich vor allem beim Aufbau der QFZP-Compliance und der Buchhaltung aus. Für die Planung Ihrer Gründung sprechen Sie uns an.
In den meisten Anträgen wiederholen sich dieselben drei Fehler. Erstens wird nur die Lizenzgebühr budgetiert, während Establishment Card, Visa, Krankenversicherung und Buchhaltung außen vor bleiben. Zweitens wird der Aktionspreis des ersten Jahres für dauerhaft gehalten – bis im zweiten Jahr eine höhere Verlängerungsrechnung kommt. Drittens wird der Verkauf auf dem VAE-Festland geplant, ohne zu berücksichtigen, dass eine Freezone-Lizenz dafür allein nicht ausreicht. Wer diese drei Punkte vor der Antragstellung klärt, hält Budget und Zeitplan planbar.
Abhängig von der gewählten Freizone und vollständigen Unterlagen dauert der Prozess in der Regel einige Werktage bis wenige Wochen. Zonen wie IFZA und RAKEZ sind für schnelle Gründungen bekannt. Wir empfehlen, aktuelle Zeiträume bei der zuständigen Behörde zu prüfen.
Ja. Freizonen erfordern keinen lokalen Partner; der Investor kann das gesamte Unternehmen besitzen und Gewinne frei transferieren.
Gesellschaften mit dem Status als Qualifying Free Zone Person (QFZP) können auf qualifizierte Erträge 0 % Körperschaftsteuer anwenden. Nicht qualifizierte Erträge und Gesellschaften ohne QFZP-Status werden oberhalb von 375.000 AED mit 9 % besteuert. Stand der Sätze: August 2026, Änderungen vorbehalten.
Die Kosten hängen von Lizenztyp, Anzahl der Visa und Bürotyp ab. IFZA, RAKEZ und UAQ werden häufig zu den kostengünstigen Optionen gezählt. Für ein genaues Angebot sind Angaben zu Ihrer Tätigkeit erforderlich.
Das Visa-Kontingent hängt von der Bürogröße und der Zone ab. Ohne physisches Büro gewähren die meisten Zonen 2–3 Visa; das Mieten eines Büros kann diese Zahl deutlich erhöhen.
Sie können eine FZE mit einem Gesellschafter, eine FZC mit mehreren Gesellschaftern oder eine Niederlassung/Repräsentanz eines bestehenden Unternehmens gründen. Die Wahl hängt von der Anzahl Ihrer Partner und Ihrem Geschäftsmodell ab.
Für den Direktverkauf sind in der Regel ein lokaler Distributor oder Handelsvertreter oder eine Mainland-Niederlassung erforderlich. Waren, die auf das Festland gelangen, gelten als Import und unterliegen Zoll. Sitzen die meisten Kunden in den VAE, sollte die Mainland-Struktur mitgeprüft werden.
Gründung und Lizenzierung lassen sich in den meisten Freezones per Vollmacht aus der Ferne abschließen. Für das Aufenthaltsvisum ist jedoch die persönliche Anwesenheit in den VAE nötig – für Gesundheitscheck, Biometrie und Emirates ID. Einige Banken verlangen zudem ein persönliches Gespräch vor der Kontoeröffnung.
In den meisten Zonen genügt für die Gründung ein Flexi-Desk oder ein virtuelles Büro. Da die angemietete Fläche das Visa-Kontingent bestimmt, wird ein physisches Büro nötig, sobald Visa für mehrere Mitarbeitende gebraucht werden. Manche Zonen wie JAFZA setzen von Anfang an eine physische Betriebsstätte voraus.
Der Status entfällt, wenn die nicht qualifizierten Erträge 5 % des Gesamtumsatzes oder 5.000.000 AED übersteigen – je nachdem, welcher Wert niedriger ist (De-minimis-Grenze). Auch fehlende Substanz und Personal, nicht geprüfte Jahresabschlüsse oder Verstöße gegen die Verrechnungspreisvorschriften beenden den Status. Danach werden sämtliche Erträge mit 9 % besteuert.
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