Für detaillierte Informationen +90 542 381 3868'Anruf
Inhaltsverzeichnis
Was ist der FTA-Gehaltsvergleich?
Rechtsgrundlage: Artikel 34 und 36
Gibt es eine Gehaltsobergrenze?
Was bedeutet die Schwelle von 500.000 AED?
Wie läuft ein Gehaltsbenchmarking ab?
Rechenbeispiel: Gehalt von 700.000 AED
Freizone und Mainland im Vergleich
Körperschaftsteuer und Kleinunternehmerregelung
Die seit dem 1. Juni 2023 geltende Körperschaftsteuer der Vereinigten Arabischen Emirate hat für Firmeninhaber in Dubai eine Pflicht geschaffen, die vielen bis heute entgeht. Das Gehalt, das sich ein Inhaber selbst auszahlt, ist keine bloße Aufwandsposition mehr. Es gilt als Transaktion mit einer nahestehenden Person, wirkt sich unmittelbar auf die Bemessungsgrundlage aus und kann von der Federal Tax Authority (FTA) geprüft werden.
Der entscheidende Punkt: Übersteigen die Zahlungen an eine einzelne Person im Geschäftsjahr 500.000 AED, muss der Betrag in der Körperschaftsteuererklärung gesondert offengelegt werden. Zusätzlich ist nachzuweisen, dass das Gehalt dem Marktwert entspricht – durch einen dokumentierten Gehaltsvergleich (Benchmarking). Nachfolgend finden Sie die Berechnung der Schwelle, die Schritte einer belastbaren Analyse und die steuerliche Wirkung in konkreten Zahlen.
Ein Gehaltsvergleich dokumentiert, dass die Vergütung einer Position dem Marktwert entspricht. Verglichen wird mit vergleichbaren Positionen derselben Branche, Unternehmensgröße, Verantwortungsebene und Region. Im Körperschaftsteuerrecht der VAE gelten Inhaber, Gesellschafter und Geschäftsführer als „nahestehende Person“ (Connected Person). Zahlungen an sie müssen nach dem Fremdvergleichsgrundsatz (arm’s length) den Marktwert widerspiegeln.
In der Praxis stellen sich zwei getrennte Fragen. Die erste betrifft die Höhe des Gehalts; eine gesetzliche Obergrenze gibt es nicht. Die zweite betrifft den Nachweis, dass der gewählte Betrag marktgerecht ist. Darauf gibt es nur eine belastbare Antwort: eine schriftliche Benchmarking-Analyse auf Basis unabhängiger Daten.
Der Inhaber ist zugleich zahlender Arbeitgeber und Empfänger der Zahlung. Diese Doppelstellung macht einen objektiven Marktmaßstab erforderlich. Andernfalls könnte ein Inhaber sich ein ungewöhnlich hohes Gehalt zuweisen, allein um die Bemessungsgrundlage zu senken. Das Gesetz begrenzt den Abzug deshalb auf den Marktwert; der übersteigende Teil wird dem steuerpflichtigen Gewinn wieder hinzugerechnet.
Der Kreis ist weiter, als die meisten Inhaber annehmen. Dazu zählen:
Erfasst ist mehr als das Grundgehalt. Boni, Beraterhonorare, Miete, Zinsen und Sachbezüge zählen ebenfalls dazu. Für die Schwelle wird also alles zusammengerechnet, was dem Inhaber im Jahr zufließt.
Der rechtliche Rahmen findet sich in zwei Artikeln des Bundesgesetzesdekrets Nr. 47 von 2022 zur Besteuerung von Körperschaften und Unternehmen. Artikel 34 regelt den Fremdvergleichsgrundsatz für Transaktionen mit nahestehenden Parteien. Artikel 36 betrifft ausdrücklich Zahlungen an nahestehende Personen und knüpft den Abzug an zwei Voraussetzungen:
Der Fremdvergleichsgrundsatz verlangt, dass ein Geschäft zwischen nahestehenden Parteien so bepreist wird, wie es unter unabhängigen Dritten zustande gekommen wäre. Für das Inhabergehalt gilt nichts anderes. Beurteilt werden Umsatz, Branche, Bedeutung der Position, eingesetzte Zeit und der tatsächliche Beitrag der Person.
Die Abzugsbeschränkung des Artikels 36 gilt nicht für jedes Unternehmen. Gesellschaften, deren Anteile an einer anerkannten Börse gehandelt werden, sowie Einrichtungen unter der Aufsicht einer zuständigen Regulierungsbehörde im Staat sind ausgenommen. Ein typisches Familienunternehmen in Dubai, eine Freizonengesellschaft mit einem Gesellschafter oder eine Beratungsstruktur kann sich darauf nicht berufen.
Eine gesetzliche Obergrenze im Sinne eines festen Höchstbetrags besteht nicht. Der Inhaber kann jede Höhe festlegen. Ob dieser Betrag körperschaftsteuerlich als Aufwand anerkannt wird, hängt jedoch davon ab, ob er marktgerecht ist. Die Grenze ist keine Zahl, sondern ein Maßstab: die für Titel, Branche und Verantwortung marktüblichen Niveaus.
Ein praktischer Punkt wird häufig übersehen. Auch ein Gehalt unterhalb von 500.000 AED unterliegt dem Fremdvergleich. Die Schwelle löst die Offenlegungspflicht aus, nicht die Angemessenheitspflicht.
In der Körperschaftsteuererklärung der VAE sind Zahlungen an nahestehende Personen gesondert offenzulegen, sofern sie je Person insgesamt 500.000 AED übersteigen. Wird diese Angabe durch eine unabhängige, belegbasierte Benchmarking-Analyse gestützt, lässt sich die Marktüblichkeit des Gehalts in einer Prüfung überzeugend verteidigen.
Infografik
Entscheidungsablauf zur Schwelle von 500.000 AED
1. ADDIEREN
Gehalt, Boni, Beraterhonorare und Sachbezüge des Jahres zusammenrechnen.
2. VERGLEICHEN
Übersteigt die Summe 500.000 AED? Dann wird die Offenlegung in der Erklärung Pflicht.
3. DOKUMENTIEREN
Marktbandbreite aus Vergleichsdaten ableiten und den Benchmarking-Bericht erstellen.
4. EINREICHEN
Erklärung und Offenlegung innerhalb von neun Monaten nach Ende des Steuerzeitraums abgeben.
Quelle: Bundesgesetzesdekret Nr. 47 von 2022 und Leitfäden der FTA zur Körperschaftsteuererklärung.
Am häufigsten verwechselt werden die Schwelle für nahestehende Personen (Connected Person) und die Schwellen für nahestehende Parteien (Related Party). Beide werden auf unterschiedlichen Formularen und in unterschiedlicher Höhe gemeldet:
| Anwendungsbereich | Schwelle | Pflicht in der Erklärung |
|---|---|---|
| Nahestehende Person (Inhaber, Geschäftsführer und Angehörige) | Insgesamt 500.000 AED je Person, einschließlich ihrer nahestehenden Parteien | Anlage für nahestehende Personen zzgl. Marktwertnachweis |
| Nahestehende Partei – Gesamtvolumen | 40.000.000 AED | Offenlegungsformular für Transaktionen mit nahestehenden Parteien |
| Nahestehende Partei – je Kategorie | 4.000.000 AED je Kategorie (sobald die Schwelle von 40 Mio. AED überschritten ist) | Gesonderte Zeile für die betreffende Kategorie |
| Situation | Folge |
|---|---|
| Gehalt marktgerecht und dokumentiert | Vollständig abzugsfähig; kein Risiko einer Korrektur der Bemessungsgrundlage. |
| Gehalt übersteigt den Marktwert | Der übersteigende Teil wird dem steuerpflichtigen Gewinn hinzugerechnet und mit 9 % besteuert. |
| Kein Benchmarking-Nachweis | Der Marktwert ist in der Prüfung nicht belegbar; Korrektur der Bemessungsgrundlage und Sanktionen drohen. |
Benchmarking bedeutet nicht, den Durchschnitt einiger Stellenanzeigen zu bilden. Eine gegenüber der FTA belastbare Analyse misst auch den Zuschnitt der Position und ihren Beitrag zum Unternehmen. Der Prozess verläuft in fünf Schritten.
Infografik
Der Benchmarking-Prozess in fünf Schritten
01 · Funktionsanalyse
Aufgabenbeschreibung, Entscheidungsbefugnis, Teamgröße.
02 · Vergleichsdaten
Vergütungsstudien, Branchenberichte, interne Vergleichswerte.
03 · Marktbandbreite
Unteres Quartil, Median und oberes Quartil.
04 · Rentabilitätstest
Gehalt im Verhältnis zu Umsatz und Betriebsergebnis.
05 · Bericht
Schriftliche Unterlage zur Vorlage bei der FTA.
Ein Titel allein sagt wenig aus. Zwei Geschäftsführer mit derselben Bezeichnung können völlig unterschiedliche Verantwortung und Entscheidungsrechte tragen. Deshalb werden Aufgabenbeschreibung, Zeichnungsbefugnis, Größe des geführten Teams, eingesetzte Zeit und operative Wirkung einzeln dokumentiert. In der Verrechnungspreisterminologie heißt dieser Schritt Funktionsanalyse.
Erhoben werden vergleichbare Vergütungsdaten derselben Branche, Unternehmensgröße und Region. In der Praxis werden drei Quellen kombiniert: internationale Vergütungsstudien, VAE-spezifische Branchenberichte und die Gehälter unabhängiger Mitarbeiter im eigenen Unternehmen (interne Vergleichswerte). Datum und Umfang jeder Quelle gehören in den Bericht.
Die Daten werden in eine Bandbreite überführt: unteres Quartil, Median und oberes Quartil. Liegt das Inhabergehalt innerhalb dieser Bandbreite, ist das der wichtigste Hinweis auf Angemessenheit. Ein Betrag oberhalb des oberen Quartils wird nicht automatisch verworfen, erfordert aber eine zusätzliche Begründung.
Die Angemessenheit wird zusätzlich an der tatsächlichen Unternehmensleistung gemessen. Eine Vergütung, die in keinem Verhältnis zu Umsatz und Betriebsergebnis steht, wirft in der Prüfung auch dann Fragen auf, wenn sie innerhalb einer Marktbandbreite liegt. Besonders relevant ist dieser Test bei jungen oder umsatzschwachen Gesellschaften.
Die Analyse mündet in einen schriftlichen Benchmarking-Bericht, der der FTA auf Anforderung vorgelegt werden kann. Er enthält Methodik, Datenquellen, ausgewählte Vergleichswerte, die ermittelte Bandbreite und das Ergebnis. Diese Unterlage trägt die Angabe in der Körperschaftsteuererklärung und wird in jedem Steuerzeitraum überprüft.
Zahlen machen das Thema greifbar. Angenommen, eine Beratungsgesellschaft in Dubai erzielt vor Abzug des Inhabergehalts einen steuerpflichtigen Gewinn von 1.500.000 AED. Eine Benchmarking-Studie ermittelt für die Position des Geschäftsführers in derselben Branche und Größenklasse eine Marktbandbreite von 380.000 bis 520.000 AED.
| Szenario | Gehalt | Bemessungsgrundlage | Körperschaftsteuer |
|---|---|---|---|
| A – Gehalt innerhalb der Marktbandbreite | 450.000 AED | 1.050.000 AED | 60.750 AED |
| B – 700.000 AED, durch Benchmarking-Bericht im oberen Quartil belegt | 700.000 AED | 800.000 AED | 38.250 AED |
| C – 700.000 AED ohne Nachweis; FTA erkennt 450.000 AED als Marktwert an | 700.000 AED (250.000 AED nicht abzugsfähig) | 1.050.000 AED | 60.750 AED zzgl. Sanktionsrisiko |
Die Berechnung wendet 0 % auf steuerpflichtiges Einkommen bis 375.000 AED und 9 % auf den übersteigenden Betrag an. Die Differenz von 22.500 AED zwischen den Szenarien B und C übersteigt für sich genommen die Kosten eines Benchmarking-Berichts; in Szenario C kommen Korrekturen für Vorperioden und behördliche Sanktionen hinzu.
Die häufigste Frage von Firmeninhabern lautet, ob Mittel besser als Gehalt oder als Dividende entnommen werden. Beide Wege führen zu unterschiedlichen steuerlichen Ergebnissen und werden meist kombiniert gestaltet.
| Kriterium | Gehalt | Dividende |
|---|---|---|
| Wirkung auf die Bemessungsgrundlage | Abzugsfähiger Aufwand, senkt die Grundlage | Aus dem Gewinn nach Steuern, senkt die Grundlage nicht |
| Obergrenze durch den Marktwert | Ja – der übersteigende Teil wird nicht anerkannt | Nein |
| Benchmarking erforderlich | Ab 500.000 AED Offenlegung und Nachweis | Nicht erforderlich |
| Erforderliche Unterlagen | Arbeitsvertrag, Lohnabrechnung, WPS-Nachweis, Benchmarking-Bericht | Gesellschafterbeschluss, Ermittlung des ausschüttbaren Gewinns |
| Besteuerung im Wohnsitzstaat der Person | Abhängig vom Steuerstatus | Abhängig vom Steuerstatus |
In den VAE fällt weder auf Gehalt noch auf Dividenden eine Einkommensteuer für natürliche Personen an. Ist der Inhaber jedoch in einem anderen Staat steuerlich ansässig, sind dessen Vorschriften und ein etwaiges Doppelbesteuerungsabkommen zu berücksichtigen.
Vergütungspolitik und Compliance-Anforderungen unterscheiden sich zwischen Freizonen- und Mainland-Gesellschaften. Wer seine Struktur plant, sollte die Gründung eines Unternehmens im Dubai Mainland und die Freizonenoptionen vergleichen – das wirkt sich unmittelbar auf die Gehaltsgestaltung aus. Zu Lizenz-, Büro- und Tätigkeitsunterschieden beider Modelle siehe den Vergleich von Mainland und Freizone.
Erfüllt eine Freizonengesellschaft die Voraussetzungen einer qualifizierten Freizonenperson (Qualifying Free Zone Person, QFZP), gilt für ihre qualifizierenden Einkünfte ein Satz von 0 %. Das Inhabergehalt verliert dann seinen Zweck, die Bemessungsgrundlage zu senken; realistische Personalkosten gewinnen umgekehrt für den Substanznachweis an Bedeutung. Einzelheiten finden Sie unter QFZP-Status und 0 % Körperschaftsteuer.
Die Marktbandbreiten unterscheiden sich deutlich nach Branche. In Finanzwesen und Beratung richtet sich die Vergütung nach Portfoliogröße, Mandantenvolumen und Entscheidungsbefugnis. In Technologie und Software zählen Zertifizierungen, Projekterfahrung und technische Tiefe. In Handel und Logistik stehen operative Verantwortung, Lieferkettenkompetenz und regionale Marktkenntnis im Vordergrund. Die Wahl der Vergleichsbranche ist deshalb eine methodische Entscheidung, die das Ergebnis unmittelbar prägt.
Der reguläre Körperschaftsteuersatz in den VAE beträgt 9 %; auf steuerpflichtiges Einkommen bis 375.000 AED pro Jahr werden 0 % angewendet. Da das Inhabergehalt diese Grundlage als abzugsfähiger Aufwand mindert, verlangt die FTA, dass Zahlungen an nahestehende Personen dem Marktwert entsprechen. Zu Registrierungs- und Erklärungspflichten siehe die Bedeutung der Körperschaftsteuer-Registrierung.
Unternehmen mit einem Jahresumsatz von höchstens 3.000.000 AED können die Kleinunternehmerregelung (Small Business Relief) wählen und gelten für den betreffenden Steuerzeitraum als ohne steuerpflichtiges Einkommen. Mit dem Ministerialbeschluss Nr. 131 von 2026 wurde die Regelung auf Steuerzeiträume erweitert, die am oder vor dem 31. Dezember 2029 enden. Greift die Regelung, wirkt sich das Gehalt nicht auf die Bemessungsgrundlage aus; für den ersten Zeitraum nach Überschreiten der Umsatzgrenze muss die Benchmarking-Dokumentation jedoch bereitliegen. Die Voraussetzungen erläutert der Leitfaden zur Kleinunternehmerregelung.
Die Körperschaftsteuererklärung ist innerhalb von neun Monaten nach Ende des Steuerzeitraums einzureichen. Die Angabe zu nahestehenden Personen ist Teil dieser Erklärung; die Benchmarking-Studie muss daher vor dem Abgabetermin abgeschlossen sein. In der Dokumentation werden erwartet:
Ob ein Gehalt steuerlich verteidigt werden kann, hängt auch davon ab, ob die arbeitsrechtliche Seite sauber aufgesetzt ist. Ist ein Inhaber im Mainland bei der eigenen Gesellschaft angestellt, sollte die Zahlung über das Wage Protection System laufen und dem im Arbeitsvertrag genannten Betrag entsprechen. Eine Abweichung zwischen vertraglichem und tatsächlich gezahltem Betrag zählt zu den ersten Unstimmigkeiten, die in einer Prüfung auffallen. Einen Eindruck vom regionalen Lohnniveau gibt der Beitrag zu Lebenshaltungskosten und Lohnniveau in Dubai.
Am häufigsten begegnen uns in der Praxis: das Gehalt ohne jeden Vergleichswert festzulegen, Boni und Sachbezüge bei der Berechnung der 500.000-AED-Schwelle auszulassen, den Benchmarking-Bericht erst nach Abgabe der Erklärung erstellen zu wollen und Gehalt mit Dividende zu vermengen. Ein weiterer verbreiteter Fehler ist die jahrelange Weiterverwendung desselben Berichts; veraltete Marktdaten schwächen die Beweiskraft. Weitere kostspielige Fehler bei der Körperschaftsteuer behandelt der Beitrag zu Fehlern bei der Körperschaftsteuer und den drohenden Strafen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine auf Ihr Unternehmen zugeschnittene Steuerberatung. Schwellenwerte und Sätze gelten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung; vor einer Umsetzung sollten die aktuelle Rechtslage und Ihre konkrete Situation geprüft werden.
World Company Setup verfügt über Praxiserfahrung in den gesamten Vereinigten Arabischen Emiraten: Firmengründung, Handelslizenz und Festlegung der Tätigkeit, behördliche Genehmigungsverfahren und die Planung von Unternehmensstrukturen. Von Abu Dhabi und Dubai aus sowie in Märkten wie Estland, den USA, Hongkong, Singapur und Saudi-Arabien begleiten wir Gründung, Buchhaltung und Steuerberatung, Gehaltsvergleiche (Benchmarking) und Umstrukturierungen.
Für den Nachweis der Marktüblichkeit Ihres Inhabergehalts, die Vorbereitung Ihrer Körperschaftsteuererklärung oder die Überprüfung Ihrer bestehenden Struktur informieren Sie sich über unsere Steuerberatung in Dubai und sprechen Sie unser Team an.
Es gibt keine feste Obergrenze; ein Inhaber kann jedes beliebige Gehalt festlegen. Damit das Gehalt jedoch als abzugsfähiger Aufwand für die Körperschaftsteuer anerkannt wird, muss es marktkonform sein (Fremdvergleichsgrundsatz). Der über dem Marktwert liegende Teil kann dem steuerpflichtigen Einkommen hinzugerechnet werden.
In der VAE-Körperschaftsteuererklärung müssen Zahlungen an verbundene Personen (Inhaber, Gesellschafter, Geschäftsführer), die für eine einzelne Person insgesamt 500.000 AED übersteigen, gesondert offengelegt werden. Der Gehaltsvergleich (Benchmarking) belegt, dass die Zahlung den Marktwert widerspiegelt, und bietet bei einer Prüfung eine solide Grundlage.
Der Standardsatz der Körperschaftsteuer in den VAE beträgt 9%. Auf steuerpflichtige Gewinne bis 375.000 AED pro Jahr werden 0% angewendet, darüber 9%. Da das Inhabergehalt diese Bemessungsgrundlage als Aufwand senkt, ist seine Marktkonformität wichtig.
Da der Inhaber sowohl Arbeitgeber als auch Empfänger der Zahlung ist, gilt sie als Transaktion zwischen verbundenen Parteien und unterliegt dem Fremdvergleichsgrundsatz. Das Gehalt sollte daher den Marktwert widerspiegeln, der zwischen unabhängigen Parteien entstehen würde.
Der Bericht umfasst die Positions- und Verantwortungsanalyse, vergleichbare Vergütungsdaten aus derselben Branche und Unternehmensgröße, die ermittelte Marktspanne (unteres, mittleres und oberes Quartil) sowie die Position des Gehalts innerhalb dieser Spanne. Er wird als schriftliches Dokument erstellt, das bei Bedarf der FTA vorgelegt werden kann.
Ein Gehalt ist ein Aufwand, der die Bemessungsgrundlage bis zum Marktwert senkt und Benchmarking erfordert. Eine Dividende ist eine Ausschüttung aus dem versteuerten Gewinn und hat ein anderes steuerliches Ergebnis. Die korrekte Gestaltung beider ist sowohl für die Compliance als auch für die Steuereffizienz wichtig.
Ja. Maßgeblich ist alles, was einer nahestehenden Person im Jahr zufließt, nicht nur das Grundgehalt. Boni, Beraterhonorare, Sachbezüge wie Wohnung und Dienstwagen sowie Miet- und Zinszahlungen zählen mit. Die Schwelle sollte deshalb unterjährig verfolgt und nicht erst zum Jahresende geprüft werden.
Ja. Der Fremdvergleichsgrundsatz für Zahlungen an nahestehende Personen unterscheidet nicht zwischen Mainland und Freizone. Auch wenn eine qualifizierte Freizonenperson (QFZP) auf qualifizierende Einkünfte 0 % zahlt, bleiben realistische Personalkosten für den Substanznachweis bedeutsam.
Der Bericht sollte in jedem Steuerzeitraum überprüft werden. Haben sich Gehalt, Aufgabenbeschreibung, Umsatz oder Marktbedingungen geändert, wird die Analyse aktualisiert; ohne Änderungen wird die fortbestehende Gültigkeit schriftlich bestätigt. Ein über Jahre unveränderter Bericht verliert in der Prüfung seine Beweiskraft.
Die Körperschaftsteuererklärung ist innerhalb von neun Monaten nach Ende des jeweiligen Steuerzeitraums einzureichen. Da die Angabe zu nahestehenden Personen Teil dieser Erklärung ist, muss die Benchmarking-Studie vor dem Abgabetermin abgeschlossen und dokumentiert sein.
Antragsformular einreichen
Füllen Sie das Formular aus, um Ihre Serviceanfragen einzureichen.Antragsformular einreichen